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EINE BODYBUILDING ODYSSEE
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EINE Bodybuilding ODYSSEE
VON TERRY GOOD
Troy Alves langer und schwerer Weg zum plötzlichen Erfolg
Bevor Troy Alves 2003 die Mr. Olympia-Bühne betrat war er ein Neuling, der
erst noch beweisen musste, dass er auch mit den großen Jungs mithalten
kann. Er war einer der Teilnehmer, von denen man nicht viel erwartete, außer
dass sie unter ferner liefen teilnehmen würden und am Ende zum entsprechenden
Rahmen für die Siegerehrung der Superstars beitragen. Troy Alves kam dennoch
in absoluter Topform nach Las Vegas und war für den wichtigsten Wettkampf
seines Lebens mindestens so gut vorbereitet wie die großen Favoriten. Trotz
einiger Voraussagungen, dass er keinerlei Rolle für die oberen Ränge
spielen würde, belegte er einen beachtlichen achten Platz und schaffte es
so locker unter die Besten Zehn bei seiner ersten Mr. Olympia-Teilnahme. Und
das wo doch schon die bloße Teilnahme an dem größten aller Bodybuilding-Wettkämpfe
für die meisten ein lebenslanger Traum bleibt, der sich niemals erfüllt.
Troy Alves’ Weg zum Bodybuildingruhm hat aber nicht erst 2003 angefangen.
Den ersten Schritt hat er vor mehr als 10 Jahren getan, und das Jahrzehnt, das
seitdem vergangen ist, war voll mit Tausenden von Trainingseinheiten und zahlreichen
zum Teil schweren Enttäuschungen. Am Ende aber stand dann der siegreiche
Moment, an dem sich alles ausgezahlt hat, in dem sich die Tür geöffnet
hat, hinter der sich für Troy Alves all seine Bodybuilding-Träume verwirklichen
lassen. Wir werfen einen detaillierten Blick zurück auf die vergangenen
Jahre, die Troy Alves zu seinem Erfolg beim Mr. Olympia 2003 geführt haben.
1996: DAS GREENHORN Nach seiner Teilnahme an vier regionalen NPC-Amateurwettbewerben
qualifiziert Alves sich für die Amerikanische Meisterschaft im Leichtschwergewicht.
Er gibt heute zu, dass er sehr naiv war im Hinblick auf seine Wettkampfvorbereitung,
sowohl in den Aufbauphasen als auch direkt vor den Shows. Er schaffte es damals
nicht unter die ersten 15 und flog in der ersten Runde raus. Bis zu diesem Zeitpunkt
hatte Alves keinerlei Vorstellung von einer angemessenen Ernährung. Er aß sogar
noch während der intensivsten Vorbereitungsphase auf den Wettkampf häufig
Fast Food. Seine erste wichtige aber auch erniedrigende Lektion im Bodybuilding
war, wie man sich nicht auf eine Show vorbereitet.
1997: BESTER JUNIOR Obwohl er rückblickend noch eine ganze Menge über
Ernährung und Vorbereitung lernen musste, gewann Alves den Gesamttitel bei
der Amerikanischen Juniorenmeisterschaft. Für diesen Wettbewerb achtete
Alves viel stärker auf eine entsprechende Ernährung und Vorbereitung,
aber er verwendete nur sechs Wochen auf sein intensives Wettkampftraining. Und
auch wenn er den Titel geholt hat, wusste er schon damals, dass er viel mehr
tun müsste, um bei der Amerikanischen Meisterschaft eine Chance zu haben.
Seine Anstrengungen zahlten sich aus, und er holte 1997 den achten Platz. Während
der Wettkampfphase machte er zum ersten Mal Ausdauertraining – fünfmal
die Woche für je eine Stunde. Allerdings hatte er nur für die letzten
sechs Wochen vor der Show einen wirklichen Ernährungsplan. Der achte Platz
war dann auch keine schlechte Platzierung, aber es war eben nicht der erste Platz.
Es gab noch eine ganze Menge, die Troy Alves lernen und tun musste.
1998: VON EINS AUF SIEBEN Für 1998 hatte Alves seine Hochzeit geplant und
wollte demzufolge eigentlich in dem Jahr an keinem Bodybuilding-Wettbewerb teilnehmen.
Nachdem er allerdings aus den Flitterwochen zurück war und auch was das
Essen anging voll und ganz auf seine Kosten gekommen war, entschied er sich,
doch an der U.S. Meisterschaft 1998 teilzunehmen. Die fand allerdings schon vier
Wochen später statt, also machte sich Alves mit höchster Konzentration
und Intensität an seine Wettkampfvorbereitung. Und die war äußerst
erfolgreich, denn er wurde erster im Leichtschwergewicht.
Nach diesem Erfolg war Alves überzeugt, dass er auch bei der Amerikanischen
Meisterschaft eine gute Figur machen könnte. Bei seinen Auftritten stellte
er dann aber fest, dass er zwar gute Formen und Proportionen hatte, er jedoch
gegen Leute antrat, die nicht nur massiger waren, sondern auch bessere und dichtere
Muskeln hatten. Er wurde siebter und musste feststellen, dass er so weit gekommen
war, wie er aufgrund seiner genetischen Veran-lagung auch nur kommen konnte.
Jetzt war es an der Zeit, härter als jemals zuvor an sich zu arbeiten.
Er nahm eine zweimonatige Auszeit, um sich gründlich auszuruhen und zu erholen
und kehrte dann ins Studio zurück, um sich im Training verstärkt auf
die grundsätzlichen Dinge zu konzentrieren. Zu den Eckpfeilern seines Trainingsprogramms
gehörte Kreuzheben mit schweren Gewichten, Langhantelrudern, Bankdrücken,
Kniebeugen, Beinpresse, Klimmzüge, Langhantelcurls und Langhanteldrücken – jeweils
drei oder vier Sätze, alle mit schweren Gewichten und mit sechs bis zehn
Wiederholungen. Für seinen nächsten Wettbewerb hatte Alves seine Muskeldichte-
und -qualität deutlich verbessert.
1999: IST ES DAS WERT? Alves hatte geplant, bei den Nordamerika-Meisterschaften
1999 im Leichtschwergewicht anzutreten und dabei möglichst nah an die Gewichtsobergrenze
zu kommen. Beim offiziellen Wiegen lag er etwa anderthalb Kilogramm über
den erlaubten 90 kg, aber mit einem Saunagang schaffte er es, unter die magische
Grenze zu rutschen. Seine Strategie war, schwerer als in den vergangenen Jahren
zu erscheinen, um so auf der Bühne größer zu wirken. Aber wie
das so oft der Fall ist, wenn man als Richtschnur eine Waage statt einen Spiegel
benutzt, war er zwar schwerer, aber dafür nicht in so guter Form wie er
hätte sein können. Letztendlich kam für ihn ein enttäuschender
dritter Platz heraus. Anschließend sprach Alves mit zwei Kampfrichtern
und die sagten ihm, dass er enormes Potenzial habe und sich nicht entmutigen
lassen sollte. Er hatte seine gute Form für mehr Größe geopfert
und seine Lektion gelernt. Es waren noch zwei Monate bis zur Amerikanischen Meisterschaft
und Troy Alves schwor sich, dort in absoluter Topform aufzulaufen.
Mit 88,5kg wog er etwa anderthalb Kilogramm weniger und befand sich in deutlich
besserer Form als er 1999 bei der Amerikanischen Meisterschaft antrat. Leider
reichte es für ihn aber nur zu einem sechsten Platz, und seine Frustration,
was das Bodybuilding insgesamt anging, wurde immer größer. Er stellte
sich die Frage, ob die Zeit und Energie, die er in seinen Sport investierte,
es wirklich wert waren und ob er ernsthaft weiter versuchen sollte, seine Profilizenz
zu bekommen. Zusammen mit seiner Frau Tara beschloss er, dass er 2000 noch einmal
alles auf eine Karte setzen und anschließend eine Entscheidung fällen
würde.
Eine Woche nach dem enttäuschenden sechsten Platz bei der Amerikanischen
Meisterschaft machte er sich mit noch größerem Eifer als jemals zuvor
an sein Training und auch an seine Ernährung. Im Gegensatz zu den früheren
Jahren nahm er in den Aufbauphasen große Mengen Kohlenhydrate zu sich,
diesmal aber ausschließlich in Form von geeigneter Nahrung und nicht durch
Fast Food. Seine Proteinzufuhr betrug 350 g pro Tag und bestand aus Rindfleisch,
Hühnchen, Fisch und Proteinpulver. Seine Kalorien hat er nicht penibel genau
nachgehalten, aber er schätzt, dass er in Form von Kartoffeln, Reis und
Haferflocken etwa 350g täglich aufgenommen hat. Seine Fette stammten hauptsächlich
von Nüssen, Avocados und Flachssamenöl und betrugen etwa 100 g pro
Tag. Im Studio verließ sich Alves wieder auf die schweren Grundübungen,
die er schon 1998 gemacht hatte. Als er mit der Wettkampfdiät für die
Amerikanische Meisterschaft 2000 anfing, hatte er sein Körpergewicht von
90 kg auf extrem magere 106 kg hochgeschraubt.
2000 EINE SCHWERE NIEDERLAGE Wieder ging es nach Las Vegas für einen weiteren
Versuch bei der U.S. Meisterschaft, dieses Mal allerdings im Schwergewicht. 10
Wochen, und somit länger als jemals zuvor, hatte sich Troy Alves streng
an seine Diät gehalten und jeden Tag 60 Minuten Ausdauertraining in zwei
Einheiten zu je 30 Minuten absolviert. Er war in ausgezeichneter Form und stellte
sich der Jury mit einem Gewicht von 94 kg. Für den ersten Platz reichte
es nicht ganz, aber Alves wurde zweiter, und er war stolz auf seine Verbesserungen.
Auch die Bodybuildingmagazine wurden immer mehr auf ihn aufmerksam und handelten
ihn als den nächsten Kandidaten für eine Profilizenz.
IFBB-Veteran Milos Sarcev sprach ihn nach dem Wettbewerb hinter der Bühne
an und sagte ihm, dass er die genetische Veranlagung hätte, eines Tages
beim Mr. Olympia zu triumphieren. Alves richtete seine Konzentration aber erst
einmal auf die Amerikanische Meisterschaft, die später in dem Jahr noch
stattfinden sollten. Zwischen den beiden Wettkämpfen, der U.S. Meisterschaft
im Juli und der Amerikanischen Meisterschaft im November desselben Jahres brachte
Alves sein Körpergewicht hoch auf 110 kg, in der Hoffnung, dass er mit etwas
mehr von dem sprichwörtlichen „Fleisch auf den Rippen“ bei Beginn
der Amerikanischen Meisterschaft endlich den heißersehnten Titel holen
würde. Er verfolgte in der Vorbereitung auf die Amerikanische Meisterschaft
die gleiche Strategie wie zuvor bei der U.S. Meisterschaft und betrat die Wettkampfbühne
mit 99 kg, also etwa 5 kg schwerer als wenige Monate zuvor. Wieder einmal hatte
er sich mehr um seine Masse als um seine Form gekümmert und musste sich
mit einem für ihn nicht zufriedenstellenden zweiten Platz begnügen.
Trotz seiner Frustration gab er nicht den Glauben auf, dass er noch immer Profi
werden könnte. Er würde nicht eher aufgeben, als dass er von der Bühne
gehen könnte mit dem Gefühl, sein absolut bestes gegeben zu haben.
Also schmiedete er Pläne für das folgende Jahr.
2001 ES WIRD ERNST Alves trainierte extrem hart während der Aufbauphase,
auch wenn er rückblickend weiß, dass er noch viel mehr hätte
tun können, um sich zu verbessern. Mehr Konzentration auf die Details war
vor allen Dingen wichtig, er musste sicherstellen, dass seine Muskelgruppen in
einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen und dass die Schwächen
bestmöglichst ausgebügelt werden. Seine Vorbereitung auf die Amerikanische
Meisterschaft 2001 war durchaus angemessen und er beging nicht noch einmal den
Fehler mit zu viel Gewicht auf der Wettkampfbühne zu erscheinen (er lag
bei 96 kg). Dennoch waren seine Defizite beim Gesäß und Beinbizeps
so stark, dass es wieder nur für einen zweiten Platz reichte. Alves musste
sich nun ernsthaft Gedanken machen, denn für seinen Geschmack durfte er
zu häufig nur am Sieg schnuppern, ohne selbst einmal als strahlender Sieger
da zu stehen. Wenn er es beim nächsten Mal nicht schaffen würde, dann
sollte es eben nicht für ihn sein.
Für den Rest des Jahres 2001 blieb er allen Wettkampfbühnen fern und
plante noch einen einzigen Versuch, um an die heiß ersehnte Profilizenz
zu kommen. Er legte sich einen Schlachtplan zurecht, der ihn zu seinem persönlichen
Showdown in Las Vegas bei der Amerikanischen Meisterschaft 2002 führen sollte.
Dabei konzentrierte er sich vor allem darauf, an seinen Schwachstellen zu arbeiten.
Er trainierte zweimal in der Woche Beinbizeps und Gesäß, aber nicht
mit den schweren Grundübungen, mit denen er die Grundlage gelegt hatte,
sondern mit Isolationsübungen, für die er etwas weniger Gewicht auflegte.
Sein Hauptaugenmerk lag also darauf, nicht einfach nur schwere Gewichte zu stemmen,
sondern vor allem das Gewicht zu spüren und die Übung mit einer möglichst
sauberen Form auszuführen. Dabei verwendete er Übungen, auf die er
sich noch nie zuvor verlassen hatte, wie z.B. Ausfallschritte und Hyperextensions,
mit denen er vor allem Beinbizeps und weniger den unteren Rücken isolierte.
Er gewöhnte sich an die Abduktorenmaschine, die bei den meisten Jungs eher
als Frauengerät verschrien ist, und stellte fest, dass er damit hervorragend
an den Detailformen seines Gesäß arbeiten konnte. Mit Beinbizepscurls
im Stehen konnte er seinen Beinbizeps isolieren. Außerdem machte er Sumo-Kniebeugen
mit einer Kurzhantel, um Gesäß und oberem Beinbizeps zu stählen.
Ausdauertraining bestand in erster Linie aus Einheiten auf dem Stepper, um Gesäß und
Beinbizeps noch mehr zu trainieren.
2002: AUF DEM WEG ZUM PROFI Zwölf Wochen vor der U.S. Meisterschaft im Juli
begann Alves seine Wettkampfdiät. Zusätzlich machte er mehr Ausdauertraining
als vorher, zunächst 30 Minuten täglich, die er bis zu dem Höhepunkt
seiner Vorbereitung vier Wochen vor dem Wettbewerb auf zwei Einheiten à 45
Minuten pro Tag ausweitete. Sonntags war immer sein „Schummeltag“,
was bedeutete, dass er etwa 10.000 Kalorien aufnahm, um einerseits seinem Körper
die Nahrung zu geben, die er brauchte und andererseits seinen Stoffwechsel in
Schwung zu bringen, nachdem er ihn mit einer strengen Wettkampfdiät gezügelt
hatte. Das Ergebnis all seiner Anstrengungen war, dass er massiger, härter
und größer war, als vor allen anderen Wettbewerben in der Vergangenheit.
Zum ersten Mal in seiner Bodybuildingkarriere hatte er absolut alles getan, um
sich bestmöglich vorzubereiten. Als Alves 2002 die Bühne bei der Amerikanischen
Meisterschaft betrat, konnte sich die gesamte Konkurrenz eigentlich schon wieder
den Bademantel überwerfen. Troy Alves wurde erster, bekam seine Profilizenz
und gewann die Herzen von Hunderten kreischender Fans. Die siebenjährige
Odyssee des Amateurs Troy Alves hatte endlich ihr gutes Ende gefunden. Er stand
nun davor, in seine Profikarriere zu starten und alle fragten sich, was er wohl
anstellen könnte, um nach so einem langen und schwierigen Kampf als Amateur
noch ausreichend Biss als Profi zu haben. Allein für Troy Alves selbst stellte
sich diese Frage nicht. Er war nun der Underdog und machte sich auch keine Illusionen.
Und jetzt, wo er nicht mehr den Druck der letzten Jahre verspürte, fiel
auch der Stress der Vergangenheit von ihm ab. In aller Ruhe nutzte er die Aufbauphase,
um sich für sein Debüt als Profi vorzubereiten.
2003: NEWCOMER DES JAHRES Im Februar 2003 betrat Alves beim Ironman Pro invitational
zum ersten Mal als Profi eine IFBB-Bühne und präsentierte sich in einem
Gesamtpaket, dass auch seine größten Kritiker angenehm überraschte.
Als erste bei diesem Wettbewerb wurde Jay Cutler in der Mitte und Flex Wheeler
und Troy Alves links und rechts von Jay auf die Bühne gerufen und von da
an ging es nur noch bergauf. Innerhalb von sechs Wochen nahm Alves an fünf
Wettbewerben teil und löste sein Ticket für den Mr. Olympia 2003 mit
seinem zweiten Platz beim Grand Prix von Australien. Nach seiner letzten Show
im Frühling, dem Maximus Pro Invitational 2003 in Italien, startete Alves
sein intensives Training für den großen Mr. „O“ 2003 fünf
Monate später. Sein Plan für seine erste Mr. Olympia-Teilnahme war,
größer und härter zu werden, an den Details für Gesäß und
Beinbizeps zu arbeiten und natürlich unter die ersten 10 zu kommen.
Am 25. Oktober 2003 wurde Troy Alves zum achtbesten Bodybuilder auf diesem Planeten
gekürt. Respekt ist etwas, das man nicht so einfach bekommt, sondern sich
verdienen muss. Und Troy Alves hat sich den Respekt der Menschen verdient, die
für ihn am meisten zählen: seine Konkurrenten. Sie wissen, dass sie
es sich auf keinen Fall leisten können, ihn zu unterschätzen. Troy
Alves ist jetzt eine feste Größe in seinem Sport und die Geister aus
seiner Vergangenheit als Amateur hat er längst besiegt. Der Profi Troy Alves
ist ein Profi in jeglicher Hinsicht, und seine ganz persönliche Odyssee
wird auch 2004 weitergehen.
INTENSIVE WETTKAMPFVORBEREITUNG
•
Alves trainiert das ganze Jahr über gleich. Er beginnt 14 Wochen vor einem
Wettbewerb mit seiner Wettkampfdiät und nimmt 10 Wochen vor der Show folgende
Veränderungen vor:
•
An den Tagen, an denen er seinen Rücken trainiert, wechselt er von Teil-Kreuzheben
zu vollem Kreuzheben (vom Boden aus) und macht die Übung im Supersatz mit
Langhantelrudern in Vorbeuge.
•
An den Tagen, an denen er seinen Trizeps trainiert, macht er zusätzlich
drei Sätze Trizepsdrücken am Kabelzug, um mehr Definition zu erzielen.
•
An den Tagen, an denen er seinen Bizeps trainiert, macht er zusätzlich Kabelcurls
am hohen Kabelzug. Dabei hält er seine Ellbogen über den Schultern,
um sich auf die Bizepshöhe zu konzentrieren. Außerdem macht er statt
Langhantelcurls Scottcurls im Sitzen (drei Sätze mit je 10 Wiederholungen).
•
An den Tagen, an denen er seinen Quadrizeps trainiert, macht er Frontkniebeugen
im Supersatz mit Kniebeugen an der Multipresse (drei Sätze mit 15, 12 und
10 Wiederholungen). Statt der 90 Wiederholungen Beinpressen macht Alves drei
Sätze Beinpressen mit je 15-20 Wiederholungen (Füße schulterbreit
auseinander). Am Ende macht er Step-Ups auf einer Bank (drei Sätze mit je
12 Wiederholungen).
•
Während der Aufbauphase macht Alves kein Ausdauertraining, beginnt aber
12 Wochen vor einem Wettkampf damit. Anfangs macht er 30 Minuten pro Tag auf
dem Stepper. 11 Wochen vor einem Wettbewerb steigert er sich auf 45 Minuten.
10 Wochen vor der Show sind es je 30 Minuten morgens und nachmittags. Acht bis
vier Wochen vorher macht er morgens und abends je 45 Minuten und vier Wochen
vor einem Wettkampf reduziert er sein Ausdauertraining auf 30 Minuten pro Tag.
Eine Woche vor einer Show setzt er das Ausdauertraining ganz aus. FLEX
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DIE HARDCORE-BODYBUILDING ZEITSCHRIFT NR. 1
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