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Mehr Nahrung für mehr Muskelwachs tum!
VON GREG MERRITT
Sieben Ernährungsregeln zum Muskelaufbau
Wenn Training beim Bodybuilding der harte Teil und die Erholung der leichte
Teil ist, dann sollte die Ernährung der beste Teil sein. Für die meisten
Hardgainer (Sportler, die mit dem Muskelzuwachs Probleme haben) ist Ernährung
eine frustrierende Erfahrung.
Sie halten sich bis ins Detail an den Ernährungsplan eines Profi-Bodybuilders,
wiegen jedes Haferflöckchen und jede Hühnchenbrust und trotzdem tut
sich nichts. Das Gewicht geht einfach nicht hoch.
Falls sich das vertraut anhört, ist es vielleicht an der Zeit den Masseaufbau
(und damit ist Muskelmasse und Fett gemeint) voranzutreiben. Wenn man Probleme
damit hat, Gewicht – egal welcher Natur – zuzunehmen, sollte man
eher etwas rundere Muskeln anvisieren, bevor man sich die hart austrainierte
Muskulatur eines Wettkampf-Bodybuilders als Ziel setzt. Aber selbst das ist nicht
einfach für diejenigen, die von Natur aus sehr schlank sind. Man muss gerade
genug Fett anlegen, um den Stoffwechsel noch am Laufen zu halten und an Kraft
dazu zu gewinnen. Die „gemischte“ Masse, die man so zunimmt, unterstützt
den Muskelaufbau. Allerdings sollte man darauf achten, dass man das Ziel nicht überschießt
und dann wie Bridget Jones statt Richard Jones aussieht.
Für den ausgeprägten Ekotmorphen ist eine fettarme Ernährung nicht
der beste Weg, um Muskelmasse zuzunehmen. Wenn man Probleme damit hat, auch nur
100 g zuzunehmen und weder Muskeln noch Fett sichtbar sind, muss man reichlich
Kalorien zu sich nehmen, um den Masseaufbau voranzutreiben. Halten Sie sich an
die folgenden sieben Regeln für den Aufbau und bald wird Ihnen die Sache
Spaß machen.
1. REGEL
Mehr essen, öfters essen
Falls Sie ein schmaler Hardgainer sind und mit Ihrer momentanen Ernährung
nicht zunehmen, sollten Sie zunächst die Kalorienzufuhr erhöhen. Wir
raten zu einer Erhöhung um 20 bis 30 Prozent. Dies sollte man stufenweise
vornehmen, damit sich der Körper an die erhöhte Nahrungszufuhr gewöhnen
kann und die zusätzliche Nahrung zum Muskelaufbau verwendet.
Verteilen Sie die Nahrung auf möglichst viele Mahlzeiten: sechs bis sieben
Mahlzeiten pro Tag sind gut geeignet. Fangen Sie damit an, ihrem momentanen Mahlzeitenplan
einen Snack zwishendurch hinzuzufügen.
Die Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls wichtig, da Wasser eine erhebliche
Rolle beim Muskelwachstum spielt. Wir empfehlen mindestens vier Liter pro Tag.
Nehmen Sie reilich Nahrungsmittel zu sich, die komplexe Kohlenhydrate (wie
Haferflocken, Naturreis und Vollkornnudeln) und Protein enthahlten. Um an Muskeln
zuzunehmen,
sollte man 3,3 g Protein pro Kilo Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen (für
einen 70 kg schweren Bodybuilder wären das 231 g Protein). Pro Kilo Körpergewicht
sollte man 3 g Kohlenhydrate zu sich nehmen. Die Fettzufuhr muss nicht eingeschränkt
werden, aber man sollte sich vor allem an gesunde ungesättigte Fette halten
und gesättigte und Trans-Fette vermeiden.
2. REGEL
Proteindrinks
Protein in flüssiger Form ist leichter aufzunehmen als in Form fester Nahrungsmittel.
Dies macht es für Hargainer leichter, die für den Aufbau nötigen
Kalorienmengen aufzunehmen. Pro Proteindrink sollte man 30 g Protein (entweder
Molkenprotein oder Kasein) zu sich nehmen. Weight-Gain Pulver sind für Hardgainer
ebenfalls sinnvoll, um die Kalorienzufuhr zu erhöhen.
Ein gutes Nahrungsmittel für den Aufbau ist Milch, da sie reichlich Kohlenhydrate
und Protein liefert. Bereits der erste Mr. Olympia, Larry Scott, und Mat DuVall,
der Sieger der Amerikanischen Meisterschaft 2003, nehmen Milch in der Aufbauphase
zu sich. Eine Tasse Halbfettmilch enthält 120 kcal., 8 g Protein und fast
6 g Fett. Magermilch liefert ungefähr 90 kcal., 8 g Protein und weniger
als 0,5 g Ftt.
3. REGEL
Rindfleisch
Die meisten Bodybuilder halten sich in erster Linie an Geflügel, Eiklar
und Fisch als Proteinquellen, da es sich dabei um fettarme Produkte handelt.
Für Hardgainer ist dagegen die Kombination aus Protein und Fett, die viele
Rindfleischsorten liefern, besser geeignet. Steak oder fettarmes Hackfleisch
sind ideal, um die Proteinzufuhr auf Vordermann zu bringen.
4. REGEL
Nahrung am Abend
Ist man am Fettabbau interessiert, sollte man sich abends von Kohlenhydraten
fernhalten. Gerade am Abend besteht die Gefahr, dass diese in Körperfett
umgewandelt werden, da der Stoffwechsel nachts langsamer wird. Man sollte jedoch
einen proteinreichen Snack vor dem Zubetgehen zu sich nehmen. Zuckerhaltige,
fettreiche und stark vorgefertigte Nahrungsmittel sind dagegen weniger geeignet.
Am Abend sollte man in erster Linie Nährstoffe zu sich nehmen, die für
den Aufbau und die Reparatur des Muskelgewebes geeignet sind. Achten Sie ferner
darauf, dass die letzte Mahlzeit leicht zu verdauen ist. Studien haben gezeigt,
dass Sportler mit vollem Magen schlechter schlafen und sich schlechter erholen.
5. REGEL
Weniger Ausdauertraining
Ausdauertraining und eine reduzierte Kalorienzufuhr sind die richtigen Maßnahmen,
um Fett zu verbrennen. Für Hardgainer geht es jedoch darum, an Körpergewicht
zuzunehmen. Daher macht es keinen Sinn die Kalorienzufuhr einzuschränken
oder die Verbrennnung von Kalorien zu erhöhen, indem man Kardio betreibt.
Es macht Sinn, genügend Kardio zu betreiben, um in Form zu bleiben und das
Herz-/Kreislaufsystem in Schuss zu halten. Dies ist mit zwei bis drei 20 Minuten
Trainingseinheiten pro Woche getan. Achten Sie stattdessen auf die ausreichende
Erholung (siehe auch „Das Aufbausystem für Masse“ in der Februarausgabe).
6. REGEL
Junk-Food auf ein Minimum beschränken
Muskelwachstum ist das Ziel. Ein gewisses Maß an Fettzunahme ist vertretbar,
aber nicht wünschenswert – es ist lediglich eine Begleiterscheinung
der erhöhten Nahrungszufuhr. Daher sollte man sich nicht mit Nahrungsmitteln
vollstopfen, die wenig Protein aber viel Zucker und Fett enthalten. In der Aufbauphase
darf man öfters mal über die Stränge schlagen, aber man sollte
es nicht übertreiben. Halten Sie sich bei Süßigkeiten und anderen
Knabbereien zurück.
7. REGEL
Rechtzeitig stoppen
Ü
berprüfen Sie Ihre Erfolge mittels der Waage und eines Spiegels. Eine Zunahme
von ein bis eineinhalb Kilo pro Monat ist im Rahmen des Möglichen. Wenn
der Körperfettgehalt zu sehr anschwillt, ist jedoch Vorsicht angesagt. Die
Taille sollte nicht mehr als fünf bis sieben Zentimeter über ihre beste
Form (mit sichtbaren Bauchmuskeln) anschwellen. Die Bauchmuskulatur ist ein gutes
Maß: sobald sie nicht mehr sichtbar ist, sollte man auf die Bremse treten.
Es liegt an Ihnen, wie viel Sie zunehmen wollen, aber man sollte sich nicht ans
Fettsein gewöhnen.
LETZTE REGEL
Wachsen, bis die Hemden platzen
Behalten Sie Ihr Ziel im Auge. Masse ist das Rohmaterial, aus dem man dann
den definierten Körper schafft. Ekotmorphe dürfen zeitweise mehr Fett zulegen,
um die nötige Masse aufzubauen. So kann sich der Stoffwechsel an den Muskelaufbau
gewöhnen. Man sollte es jedoch nicht übertreiben. Langfristig gesehen,
geht es darum, eine gute Form zu erzielen und Fett gehört da nicht dazu.
Hat man erst einmal die gewünschte Masse erreicht, sollte man die Kalorienzufuhr
stufenweise reduzieren und einen etwas weniger umfangreichen Ernährungsplan
befolgen. Dann kann man sich an die Arbeit machen, um die Fettschicht wegzuschmelzen.
FLEX
Dieser Artikel ist ausschließlich informativer Natur. Weider Publishing
Ltd. kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Aussagen in Bezug auf
Nahrungskonzentrate, Supplemente und dergleichen, die in diesem oder anderen
Artikeln erwähnt werden, übernehmen. Verwendung, Kauf und Verkauf dieser
Substanzen unterliegen gesetzlichen Verordnungen, deren Beachtung dem Leser obliegt.
Die Verwendung von Nahrungskonzentraten, Supplementen und ähnlichen Substanzen
sollte grundsätzlich mit einem Arzt abgesprochen werden.
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