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MASSE UND DEFINITION
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MASSE und Definition
VON CHRIS ACETO
Kann man während einer Diät die Muskelmasse halten oder sogar aufbauen?
Lesen Sie hier, wie es geht.
Um optimale Muskeldefinition zu erreichen, ist eine kohlenhydratarme Ernährung
eine der wirksamsten Optionen. Im Allgemeinen umfassen diese Diätformen
eine reduzierte Kalorienzufuhr und sie führen zu einer hormonellen Lage,
die die Fettverbrennung unterstützt. Um Körperfett zu verbrennen, muss
man weniger Kalorien zu sich nehmen, als der Körper verbraucht. Dies führt
zu einem Kaloriendefizit. Um den vorliegeden Kalorienmangel auszugleichen, muss
der Körper nun an die Fettreserven gehen und dort die Fettzellen verkleinern – genau
das ist es, was wir wollen. Das Problem ist jedoch, dass der Körper nicht
nur die Fettzellen angeht sondern auch die Muskulatur. Für den Bodybuilder
ist das ein unerwünschtes Ergebnis, denn wir wünschen uns große
Muskeln mit wenig Fett, nicht wenig Muskeln mit wenig Fett.
Eine hormonelle Änderung in der Diät trägt übrigens dazu
bei: je weniger Kohlenhydrate man zu sich nimmt, desto weniger Insulin wird auch
ausgeschüttet. Insulin ist jedoch ein wichtiges Hormon für den Muskel-aufbau.
Sie sehen sicher, wo das Problem liegt.
Um nun die Vorteile einer kohlenhydratarmen Diät zu nutzen, ohne Muskelmasse
zu verlieren, muss man ein paar Tricks kennen, die wir Ihnen auf den nächsten
Seiten verraten.
1. – 3. WOCHE: KOHLENHYDRATE EINSCHRÄNKEN
Kohlenhydratarme Ernährung bedeutet nicht, dass man gänzlich auf Kohlenhydrate
verzichtet. Wenn man von der Aufbauphase in die Diätphase geht, kann man
zunächst die Kohlenhydratzufuhr um 50% drosseln, um die Fettverbrennung
anzukurbeln. Haben Sie z.B. in der Aufbauphase 700 g Kohlenhydrate pro Tag zu
sich genommen, sind in den ersten Wochen der Wettkampfvorbereitung 350 g Kohlenhydrate
angebracht. Halten Sie sich drei Wochen an diese Kohlenhydratmenge.
4. – 6. WOCHE: WENIGER KOHLENHYDRATE, MEHR PROTEIN
Nach ein paar Wochen lassen die Fortschritte nach und man ist auf einem Niveau
festgefahren. Um weitere Erfolge zu machen, muss man die Kohlenhydratzufuhr weiter
absenken. Dazu sollten Sie am Anfang der vierten Woche die Kohlenhydratzufuhr
um weitere 50% senken. Zurück zu unserm Beispiel: Wenn Sie die Kohlenhydratzufuhr
in der ersten Woche auf 350 g gekürzt haben, ist nun eine Reduzierung auf
175 g angesagt. Allerdings hat eine dermaßen niedrige Kohlenhydratzufuhr
den Nachteil, dass eine katabole Stoffwechsellage entsteht. Wenn die Kohlenhydratreserven
des Körpers in der Muskulatur (das sogenannte Glykogen) zu sehr abfallen,
wird Muskelprotein als Energiequelle herangezogen. Daher ist es in dieser Phase
wichtig, dem Körper mehr Protein zuzuführen, um den Abbau von Muskelmasse
zu verhindern. Steigern Sie die Proteinzufuhr in dieser Phase um 50%. Wenn Sie
z.B. normalerweise 2,2 g Protein pro Kilo Körpergewicht pro Tag zu sich
nehmen, sind nun 3,3 g angebracht. Ein 90 kg schwerer Bodybuilder sollte dementsprechend
297 g Protein pro Tag zu sich nehmen.
7. – 12. WOCHE: NEHMEN SIE EINFACHE KOHLENHYDRATE ZU SICH UND GÖNNEN
SIE SICH EINEN KOHLENHYDRATREICHEN TAG
Die Kohlenhydratzufuhr bleibt gleich, aber die Hälfte der täglichen
Kohlenhydratzufuhr (in unserem Beispiel wären das 87 g) sollte nun direkt
vor und nach dem Training konsumiert werden. Ein Drittel der Kohlenhydratmenge
sollte man vor dem Training zu sich nehmen, zwei Drittel nach dem Training. Auf
diese Weise wird die Insulinausschüttung optimal angeregt, was das Muskelwachstum
anregt. Wählen Sie für diese Mahlzeiten einfache Kohlenhydrate aus,
die schnell verwertet werden (z.B. Zucker, Kohlenhydratgetränke), da einfache
Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen, was wiederum die
Insulinausschüttung stärker stimuliert, während die Kohlenhydratspeicher
noch leer sind. Dies födert eine anabole Stoffwechsellage und verhindert,
dass Muskelprotein abgebaut wird.
Die verbleibenden 87 g sollten aus komplexen Kohlenhydraten bestehen (wie Haferflocken,
Naturreis oder Süßkartoffeln). Verteilen Sie diese 87 g über
die ersten zwei oder drei Mahlzeiten des Tages. Von den 87 g sollten 50 g auf
das Frühstück entfallen, um Ihnen Energie für den Tag zu geben.
Jede Woche sollte man an einem Tag die Kohlenhydratzufuhr auf das ursprüngliche
Niveau (in unserem Beispiel waren das 700 g) anheben. Die hohe Kohlenhydratzufuhr
sorgt dafür, dass der Stoffwechsel weiterhin auf Hochtouren läuft (hierbei
kommt das Hormon Leptin zum Einsatz). Der kohlenhydratreiche Tag sorgt mittels
der Ausschüttung von Insulinlike Growth Factor 1 auch dafür, dass nicht
zu viel Muskelmasse abgebaut wird.
9. – 12. WOCHE: MEHR GESUNDE FETTE
Während der ersten neun Wochen bleibt die Fettzufuhr unverändert. Man
sollte nur Fett zu sich nehmen, das in den Lebensmitteln vorliegt, die man in
dieser Phase zu sich nimmt (also z.B. Hühnchenbrust, Steak, Magerquark,
Reis etc.) sowie spezielle Supplemente. In den späteren Phasen einer Diät
hat sich jedoch die Zugabe von gesunden Fettsäuren als hilfreich bei der
Stimulation der Fettverbrennung erweisen, solange man zuvor lange genug auf einer
kalorienreduzierten Diät war. Nun ist es an der Zeit, die Fettzufuhr zu
erhöhen. Gesunde Fette sorgen für mehr Fettverbrennung indem sie die
Ausschüttung von speziellen Hormonen ermöglichen, die dafür sorgen,
dass Fettsäuren in den Fettzellen freigesetzt werden. Übertreiben Sie
es jedoch nicht: 30 g Fett an zwei Tagen (an kalorienarmen Tagen, nicht an dem
kohlenhydratreichen Tag) pro Woche reicht völlig aus. Gute Fettquellen sind
Lachs, Sardinen, Forellen, Mandeln und Olivenöl.
7. – 12. WOCHE: SUPPLEMENTE
Viele fangen die Diät mit Supplementen zur Fettverbrennung an. Nicht gut!
Wenn man sie schon zu Anfang nimmt, erfährt man nie, ob sie wirken. Oft
reicht zunächst die Diät alleine aus. Supplemente für den Fettabbau
sind gut dafür geeignet, den Stoffwechsel anzuregen, wenn er aufgrund der
Diät langsamer zu werden droht. Die siebte Woche ist ein guter Zeitpunkt,
um Fettverbrenner in das Programm aufzunehmen. Die folgenden Substanzen sind
geeignet: Capsaicin (40 – 50 mg dreimal pro Tag), Grüner Tee (90 – 100
mg EGCG dreimal pro Tag) und Guggelsteron (500 mg dreimal pro Tag). Die ersten
beiden Substanzen regen den Stoffwechsel an, indem sie die Thermogenese stimulieren.
Die Thermogenese sollte aktiv sein, damit der Körper im anabolen Bereich
bleibt. Guggelsteron regt die Schilddrüse an.
Wenn die Kohlenhydratzufuhr zu sehr absinkt, besteht die Gefahr, dass Muskelprotein
verbrennt. Um dies zu vermeiden, sollte man verzweigtkettigen Aminosäuren
(BCAAs) vor und nach dem Training zu sich nehmen, da dies Muskelprotein schont.
Nehmen Sie jeweils 10 g BCAAs vor und nach dem Training, um den Abbau von Muskelprotein
zu verhindern und eine anabole Stoffwechsellage herzustellen.
Dieser Überblick sollte Ihnen dabei helfen, Ihre Diät so zu optimieren,
dass Sie Fett verbrennen und gleichzeitig Muskelmasse halten oder sogar aufbauen
können. Es ist durchaus möglich, optimale Muskeldefinition zu erreichen
und die Muskulatur zu erhalten. FLEX
Weitere Information über Chris Acetos Publikationen finden Sie auf seiner
Website: www.nutramedia.com.
Dieser Artikel ist ausschließlich informativer Natur. Weider Publishing
Ltd. kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Aussagen in Bezug auf
Nahrungskonzentrate, Supplemente und dergleichen, die in diesem oder anderen
Artikeln erwähnt werden, übernehmen. Verwendung, Kauf und Verkauf dieser
Substanzen unterliegen gesetzlichen Verordnungen, deren Beachtung dem Leser obliegt.
Die Verwendung von Nahrungskonzentraten, Supplementen und ähnlichen Substanzen
sollte grundsätzlich mit einem Arzt abgesprochen werden.
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