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DIE 20 GEBOTE
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DIE 20 GEBOTE
VON GREG MERRITT
Regeln für den Muskelaufbau
Die folgenden 20 Tipps sind nicht weltbewegend, was daran liegt, dass die grundlegenden
Methoden für den Muskelaufbau sich wenig geändert haben. Je mehr um
den zusätzlichen Zentimeter Oberarmumfang oder ein paar Kilo mehr Gewicht
gekämpft wird, desto wichtiger aber werden diese Tipps für den Erfolg.
Alle 20 sind wichtig, um beste Leistung zu erreichen.
1 Schweres Training Schwer ist relativ. Was für Sie schwer ist, mag für
Ronnie Coleman leicht sein. Das Entscheidende ist, dass man die Gewichtsbelastung
für die Muskulatur regelmäßig steigert. Dies kann geschehen,
indem man das Trainings-gewicht, die Wiederholungszahl
oder die Trainingsintensität (z.B. mit Intensivwiederholungen) steigert.
2 Wiederholungszahlen im mittleren Bereich sind am besten Weniger als sechs Wiederholungen
dienen vor allem dem Kraftaufbau. Andererseits ist es im Bereich von mehr als
10 Wiederholungen oft schwierig, bis zur Muskelerschöpfung zu gehen. Zwischen
sechs und 10 Wiederholungen ist der optimale Bereich. Lediglich Waden, Bauch
und Unterarme sollten mit mehr Wiederholungen trainiert werden.
3 Grundübungen sowie Kurz- und Langhantelübungen sollten im Vordergrund
stehen Ihr Trainingsprogramm sollte vor allem Grundübungen sowie Kurz- und
Langhantelübungen umfassen. Zu den wichtigsten Übungen zählen
Kniebeugen, Kreuzheben, Rudern mit der Langhantel, Nackendrücken, Bankdrücken
und Schrägbankdrücken.
4 Zahlreiche proteinhaltige Mahlzeiten Achten Sie darauf, dass Sie mindestens
2,2g Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen. Verteilen
Sie die Proteinzufuhr auf mindestens fünf, besser auf sechs oder sieben
Mahlzeiten. Man sollte ungefähr alle zwei bis drei Stunden eine proteinhaltige
Mahlzeit zu sich nehmen.
5 Abkürzungen vermeiden Wer zu viel trainiert und sich nicht ausreichend
Erholung gönnt, wird früher oder später mit Übertraining
zu kämpfen haben. Nimmt man zu viel Kalorien zu sich, wird man nur fett,
nicht muskulös. Gewichte, die zu schwer sind, führen lediglich zu Verletzungen.
Die Verwendung von Dopingmitteln kann erhebliche Schäden für die Gesundheit
bewirken. Auf lange Sicht gesehen, ist die beste Methode, gesund und natürlich
zu trainieren und sich ebenso zu ernähren.
6 Die Struktur verbessern Werfen Sie einen genauen Blick auf Ihre Muskel- und
Knochenstruktur. Wenn nötig, sollten Sie Problembereiche (z.B. schmale Schultern)
stärker trainieren und andere (z.B. starke Gesäßmuskeln) weniger.
Das Ziel sollte eine ausgeprägte V-Form sein.
7 Ausruhen und Wachsen Muskeln wachsen nicht im Training, sondern in der Ruhephase.
Daher sollte man darauf achten, zwischen zwei Trainingseinheiten für dieselbe
Muskelgruppe vier Tage verstreichen zu lassen (mit Ausnahme von Waden und Bauch).
Ausreichend Schlaf ist ebenfalls wichtig: mindestens sieben Stunden, besser noch
acht, pro Nacht sind angebracht. Ausdauertraining und andere körperliche
Tätigkeiten sollten in der Aufbauphase nicht übertrieben werden.
8 Mehr Trainingsintensität Gehen Sie bei jedem Satz bis zur Muskelerschöpfung
(damit ist der Punkt gemeint, an dem keine weitere korrekte Wiederholung ohne
Hilfestellung möglich ist). Man kann über diesen Punkt hinaus trainieren,
indem man Techniken wie Intensivwiederholungen, Teilwiederholungen, Abfälschen
und Stripsätze verwendet.
9 Technologie nützen Grundübungen und Kurz- und Langhantelübungen
sollten im Mittelpunkt Ihres Trainings stehen. Aber das ist kein Grund, nicht
die neuesten Geräte und Maschinen im Sportstudio zu verwenden. Oft erlauben
Geräte und Maschinen die Muskulatur aus unterschiedlichen Winkeln zu belasten
und damit ein Wachstum auszulösen, das mit Hanteln nicht erreichbar ist.
10 Immer wieder etwas Neues Es ist sowohl für die Muskulatur als auch für
den Geist wichtig, das Training immer wieder durch neue Übungen, eine neue
Reihenfolge, eine Änderung der Wiederholungszahl und neue Trainingsmethoden
interessant zu halten. Besonders diejenigen, die mit dem Muskelaufbau Probleme
haben, sollten regelmäßig Änderungen in ihrem Training vornehmen.
11 Wissen, wo die eigenen Grenzen liegen Es ist für jeden von uns wichtig
zu verstehen, dass wir uns von den Bodybuilding-Champions unterscheiden. Die
meisten Champions haben eine weit überdurchschnittliche Veranlagung für
diesen Sport und investieren darüber hinaus eine enorme Menge an Zeit, Geld
und Mühen in das Training und die Ernährung. Daher macht es Sinn, seine
Erwartungen anzupassen. Für den durchschnittlichen Bodybuilder ist es besser,
weniger zu trainieren als die Profi-Bodybuilder und auch die Ernährung entsprechend
anzupassen.
12 Nahrungsergänzungen werten die Ernährung auf Es gibt ein paar einfache
Methoden, um sicherzustellen, dass man die nötigen Nährstoffe erhält.
Ein gutes Proteinpulver hilft dabei, die nötige Proteinmenge aufzunehmen.
Creatin und Glutamin, sowie ein Multivitamin/Mineralstoff-Präparat versorgen
den Körper mit den nötigen Stoffen für den Muskelaufbau und die
Gesundheit.
13 Verletzungen vermeiden Trainingsverletzungen sind vermutlich der Hauptgrund,
warum Athleten das Training unterbrechen oder gar aufgeben müssen. Vorbeugen
ist der Schlüssel zur Vermeidung von Problemen. Vor jedem Training sollte
man sich gründlich aufwärmen. Ferner sollte man das Trainingsgewicht
stufenweise von Satz zu Satz steigern und gleichzeitig die Wiederholungszahl
verringern. Machen Sie nur dann schwere Sätze, wenn Hilfestellung vorhanden
ist.
14 Zu viel ist zu viel Wer Probleme mit dem Muskelaufbau hat, sollte die Anzahl
der Sätze pro Muskelgruppe auf ein vernünftiges Maß reduzieren.
Für große Muskelgruppen sollte man maximal 15 Trainingssätze
machen (z. B. Quadrizeps, Rücken, Brust und Schultern), wogegen für
kleinere Muskelgruppen 12 Trainingssätze völlig ausreichen (Bizeps,
Trizeps, Unterarme, Beinbizeps, Waden und Bauch).
15 Die Schwächen besonders berücksichtigen Um einen ausgewogenen und
symmetrischen Körper zu erreichen, sollte man sich besonders auf die Schwächen
konzentrieren. Eine gute Methode dazu ist es, die Schwächen am Anfang des
Trainings zu bearbeiten, solange man reichlich Energie hat. Falls Sie Probleme
damit haben, Ihre Schwächen auszugleichen, kann es sein, dass besondere
Trainingsmethoden nötig sind. Wenn z. B. die untere Brust stärker ist
als die obere Brust, sollte man mehr Schrägbankdrücken und weniger
Flachbankdrücken bzw. Bankdrücken mit dem Kopf nach unten ausführen.
16 Nichts auslassen man darf keine Muskelgruppe auslassen. Trainieren Sie jeden
Körperteil regelmäßig und intensiv. Achten Sie darauf, auch oft
vernachlässigte Körperteile wie Unterarme, Waden und den unteren Rücken
regelmäßig zu bearbeiten.
17 Muskelbeherrschung Für den Muskelaufbau ist die Verbindung zwischen Geist
und Muskulatur sehr wichtig. Nur wer seine Muskulatur beherrscht und kontrolliert,
kann auch im Training optimale Erfolge erzielen (siehe auch den Artikel „Training
fürs Gehirn“ in der Augustausgabe der FLEX). Eine einfache Methode
zur Verbesserung der Verbindung zwischen Geist und Muskulatur ist, die Muskeln
häufig einzelnen und isoliert anzuspannen. Üben Sie auch die Pflichtposen
regelmäßig und spannen Sie bei Übungen wie Latziehen auch die
Bauch- und Rückenmuskulatur an.
18 Hören Sie auf Ihre Instinkte Nach dem ersten Jahr sollte man ein besseres
Verständnis dafür haben, welche Übungen Erfolg bringen und welche
nicht. Man sollte auch seinen Körper und dessen Leistungsfähigkeit
besser verstehen. Auf diese Weise kann man den Trainingsumfang, die Erholung
und die Ernährung besser an die Gegebenheiten anpassen, um mehr Erfolge
im Training zu erzielen.
19 Realistische Ziele setzen Aller Wahrscheinlichkeit nach werden Sie nicht für
die Mr. Olympia-Wahl im nächsten Jahr trainieren. Daher sollten Sie auch
nicht so trainieren, als ob dies Ihr Ziel wäre. Eine Gewichtszunahme von
fünf Kilo pro Jahr (reine Muskelmasse) ist hervorragend. Ein Fettverlust
von 10 kg pro Jahr ist ebenfalls eine stattliche Leistung. Setzen Sie sich kurzfristige
Ziele, wie zum Beispiel eine neue Höchstleistung bei einer Übung, und
langfristige Ziele, wie z. B. fünf Kilo Muskelmasse innerhalb der nächsten
12 Monate zuzunehmen. Die Ziele sollten anspruchsvoll, aber erreichbar sein.
20 Immer positiv bleiben Muskelzuwachs ist nicht einfach, aber
mit diszipliniertem und hartem Training,
sowie guter Ernährung und ausreichend Erholung werden Sie schrittweise Fortschritte
machen. Es ist wichtig, das Training mit Enthusiasmus und Freude anzugehen, unabhängig
davon, welche Ziele man sich gesetzt hat. In künftigen Artikeln werden wir
mehr Tipps dazu geben, wie man seine Leistung verbessern und den Muskelaufbau
optimieren kann, auch wenn man von Natur aus nicht mit der besten Veranlagung
gesegnet ist. FLEX
Dieser Artikel dient nur Informationszwecken. Weider Publishing Ltd. übernimmt
keine Haftung für die Wirkung der genannten Ergänzungen oder Produkte,
legal oder illegal. Es liegt in der Verantwortung jeder Person, sich an die erlaubten
Dosierungen in dem Land ihres Wohnsitzes zu halten. Konsultieren Sie immer einen
Arzt, bevor Sie mit einer Ergänzung beginnen oder die Dosierung verändern.
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DIE HARDCORE-BODYBUILDING ZEITSCHRIFT NR. 1
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