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HART DEFINIERT MIT EINER
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Hart definiert mit einer
KOHLENHYDRAT-REICHEN DIUAT
VON CHRIS ACETO
Acht Tipps für den Fettabbau ohne die Kohlenhydratzufuhr einzuschränken
Kann man als Bodybuilder eine kohlenhydratreiche Ernährung zu sich nehmen
und trotzdem definiert werden? In den letzten Jahren machten sich in der Bevölkerung
und sogar im Bodybuilding kohlenhydratarme Diäten breit. Unter Bodybuildern
oft als anabole Diät bekannt, ist es aber im Grunde nur alter Wein in neuen
Schläuchen. Als Bodybuilder kann man sehr wohl mit einer kohlenhydratreichen
Ernährung wettkampfreife Definition erreichen. Die beiden entscheidenden
Prinzipien sind einfach: man muss ein Kaloriendefizit erzeugen und gleichzeitig
die Muskelmasse mit gezielter Proteinzufuhr vor dem Abbau schützen.
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Kaloriendefizit aufbauen Die Gleichung ist denkbar einfach: nimmt man weniger
Kalorien zu sich, als man verbraucht, wird die Differenz (das Kaloriendefizit)
aus den Fettdepots entnommen. Man muss lediglich darauf achten, die Kalorienzufuhr
nicht zu stark einzuschränken, da man andernfalls Muskelmasse verlieren
würde. Bei richtig berechneter Kalorienzufuhr kann man jedoch Fett abbauen,
ohne Muskelmasse zu verlieren.
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Muskelmasse schonen Senkt man die Kalorienzufuhr – egal, ob in Form von
Kohlenhydraten oder anderen Nährstoffen – erhöht sich die Gefahr
des Muskelmasseverlusts. Dies liegt daran, dass Muskelwachstum und der Erhalt
von Muskelprotein mit der Kalorienzufuhr in Zusammenhang stehen. Indem man ausreichend
Kohlenhydrate zu sich nimmt, während man die Kalorienzufuhr insgesamt senkt,
kann man den Abbau von Muskelmasse verhindern, da Kohlenhydrate einen proteinschonenden
Effekt haben.
Auf dieser Basis ist es möglich, die Definition zu verbessern und gleichzeitig
ausreichend Kohlenhydrate zu sich zunehmen.
1. Fettzufuhr reduzieren Der erste Schritt ist es, die Fettzufuhr zu reduzieren.
Dies ist aus zwei Gründen wichtig. Zunächst gilt es, ein Kaloriendefizit
zu erzeugen, um den Fettabbau anzuregen. Indem man die Fettzufuhr minimiert,
wird auch die Kalorienzufuhr erheblich reduziert.
Zahlreiche Proteinquellen enthalten auch reichlich Fett. Daher sollte man die
Zufuhr von fettarmen Proteinquellen wie Eiklar, Proteinpulver und Geflügel
betonen. Fettarme Fischsorten wie Flunder, Seelachs, Krabben und Kabeljau sind
ebenfalls gut geeignet.
Der zweite Grund, warum man Fett vermeiden sollte, hat mit dem Insulinstoffwechsel
zu tun. Insulin fördert den Transport von Fettsäuren in die Fettzellen.
Hält man sich an eine fettarme Diät, liegt nur sehr wenig Fett vor,
das in den Fettzellen gespeichert werden könnte, solange die Gesamtkalorienzufuhr
relativ niedrig bleibt.
2. Die richtigen Kohlenhydrate Die besten Kohlenhydrate für den Fettabbau
sind langsame oder komplexe Kohlenhydrate. Da diese Kohlenhydrate vom Körper
sehr langsam aufgenommen und verwertet werden, wird auch die Insulinausschüttung
nur minimal beeinflusst. Daher ist auch die Auswirkung auf die Fetteinspeicherung
sehr gering.
Dies führt zu einem Stoffwechselmilieu, in dem Proteinsynthese ohne Fettaufbau
an erster Stelle steht. Haferflocken, Müslis, Bohnen, Vollkornnudeln, Naturreis
und Süßkartoffeln sind gute Kohlenhydratquellen, die dem Körper
Energie liefern, ohne den Fettaufbau zu fördern.
3. Gemüse ist wichtig Es gibt einen Trick, um die Verwertung von Kohlenhydraten
weiter zu verlangsamen: einfach jede Menge Gemüse essen. Zu den empfehlenswerten
Gemüsesorten zählen Broccoli, Blumenkohl, Weißkohl, grüne
Bohnen und Spargel. Aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts dieser Gemüsesorten
wird die Verwertung der Kohlenhydrate verlangsamt. Dies führt dazu, dass
die Insulinausschüttung geringer ausfällt, was wiederum die Fettverbrennung
erleichtert.
Als Faustregel gilt, zu jeder Portion Reis, Nudeln oder Kartoffeln sollte man
eine Portion Gemüse zu sich nehmen. Auch wenn Reis, Nudeln und Kartoffeln
nicht gerade die idealen langsamen Kohlenhydrate sind, so kann man doch die Verwertung
mit Gemüse ausreichend verlangsamen. Ein weiterer Vorteil von Gemüse
ist, dass es füllt und kalorienarm ist.
4. Komplexe Kohlenhydrate am Morgen Man sollte Kohlenhydrate möglichst früh
am Tag zu sich nehmen, da zu dieser Zeit kaum eine Chance besteht, dass sie in
Fett umgewandelt werden. Gerade nach dem Aufstehen sind die Kohlenhydratreserven
im Körper auf ihrem Tiefstand, weshalb Kohlenhydrate, die in der Nahrung
zugeführt werden, in erster Linie in der Leber und Muskulatur eingespeichert,
aber nicht als Körperfett angelagert werden. Daher kann man morgens mehr
Kohlenhydrate zu sich nehmen (das Frühstück kann 75 - 100 g Kohlenhydrate
umfassen).
5. Kohlenhydratzufuhr vor dem Training einschränken Vielleicht haben Sie
in letzter Zeit das Gegenteil gelesen, aber es gibt einen Grund für diese
Empfehlung. Geht es darum, Fett abzubauen (und das mit einer kohlenhydratreichen
Diät), ist eine zusätzliche Kohlenhydratzufuhr vor dem Training nicht
nötig. Vielmehr sollte der Stoffwechsel während des Trainings verstärkt
Fette zur Energiegewinnung heranziehen. Nimmt man vor dem Training weniger Kohlenhydrate
zu sich, zwingt man den Körper seine Fettreserven anzugehen. Je weniger
Kohlenhydrate man vor körperlicher Tätigkeit zu sich nimmt, desto größer
die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper stattdessen Fett zur Verbrennung
heranzieht.
6. Reichlich Kohlenhydrate nach dem Training Hält man sich an die obige
Regel (5), werden während des Trainings die Kohlenhydratreserven des Körpers
deutlich entleert. Dies hat zur Folge, dass der Körper nach dem Training
schnell und effektiv Kohlenhydrate in der Muskulatur und der Leber einspeichern
kann. Aus diesem Grund sollte man nach dem Training 75 - 100 g Kohlenhydrate
zu sich nehmen, was die Regeneration verbessert und gleichzeitig die Einschleusung
von Aminosäuren in das Muskelgewebe verbessert. Direkt nach dem Training
sind einfache Zucker wie Dextrose (Traubenzucker) am besten geeignet.
7. Keine Kohlenhydrate am Abend Im Laufe des Tages werden die Kohlenhydratspeicher
des Körpers gefüllt. Gegen Nachmittag und Abend sind diese Speicher
nahezu voll. Ist dies der Fall, werden Kohlenhydrate in der Nahrung eher in Fett
umgewandelt. Aus diesem Grund sollte man am späten Nachmittag und Abend
keine Kohlenhydrate zu sich nehmen. Halten Sie sich stattdessen an fettarme Proteinquellen
sowie Gemüse und Salat.
8. Mehr Kardiotraining Mit Ausnahme der wenigen Glücklichen, deren Stoffwechselrate
einem Ferrari gleicht, müssen die meisten von uns regelmäßig
Kardiotraining durchführen, um die Fettverbrennung zu verbessern. Ich rate
zu intensivem Kardiotraining, um so den Kalorienverbrauch und die Kohlenhydrateinspeicherung
zu optimieren. Je intensiver man trainiert, desto mehr Kalorien verbraucht man
und die Aktivität des Enzyms Glykogensynthase (das Enzym, das für die
Kohlenhydrateinspeicherung verantwortlich ist) wird erhöht. Es ist wichtig,
den Stoffwechsel so zu manipulieren, dass der Körper mehr Kohlenhydrate
in der Muskulatur speichert. Auf diese Weise werden weniger Kohlenhydrate in
Fett umgewandelt.
Erweitern Sie stufenweise das Kardiotraining, bis Sie an fünf Tagen pro
Woche 30 - 45 Minuten Kardiotraining schaffen. Falls Ihr Stoffwechsel eher langsam
ist, ist unter Umständen sogar mehr Kardiotraining nötig.
DIE WICHTIGSTEN ZAHLEN
Meine Empfehlung für die Kohlenhydratzufuhr in der Diät liegt bei 3,3
g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Die Proteinzufuhr sollte
bei 2,2g pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag liegen. Gleichzeitig sollte
man die Fettzufuhr so sehr wie möglich reduzieren. Ein 90-kg-Athlet sollte
daher ungefähr 300 g Kohlenhydrate und 200 g Protein pro Tag zu sich nehmen.
Sicher mag es manchem ein bisschen zu viel erscheinen: 300 g Kohlenhydrate sind
doch jede Menge, um gleichzeitig Fett abzubauen. Allerdings genügt ein kurzer
Blick auf die Kalorienzufuhr, um dies zu widerlegen: 300 g Kohlenhydrate entsprechen
1200 kcal und 200 g Protein entsprechen lediglich 800 kcal. Zusammen ergibt das
nur 2000 kcal pro Tag. Addiert man dazu noch weitere 100 - 200 kcal, die in Form
von Fett in den verschiedenen Nahrungsmitteln vorliegen, ist die Gesamtkalorienzahl
immer noch weit geringer, als das, was der Körper pro Tag verbraucht.
Halten Sie sich an diese Anleitung und sie werden erstaunt sein, wie schnell
Ihr Körper in Topform kommen kann - mit reichlich Kohlenhydraten. FLEX
Weitere Information über Chris Acetos Publikationen sowie Ernährung
für Bodybuilding und Fettabbau finden Sie auf seiner Website: www.nutramedia.com
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DIE HARDCORE-BODYBUILDING ZEITSCHRIFT NR. 1
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