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DIE PERFEKTE WH FÜR DIE O
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DIE PERFEKTE WH FÜR DIE
VON JULIAN SCHMIDT
NEUN Olympia-Wettkämpfer erklären, was für sie eine „PERFEKTE
WH" ist.
Die Stars unter den Profi-Bodybuildern beteuern ausnahmslos, dass sie ihre Wiederholungen „streng" ausführen.
Nach kurzem Überlegen merken sie dann meist, dass ihre Beschreibung von „streng" nicht
präzise oder „streng" genug war, und heben zu einer weitschweifigen
Definition an, die Synonyme wie „perfekte Form", „isoliert" und „kontrolliert" benutzt
und die Verwirrung erst recht komplett macht.
Wirklich schlimm ist jedoch, dass ihr Bestehen auf „strengen" Wiederholungen
unerfahrene Bodybuilder zu der Ansicht verleiten mag, jede Wiederholung müsse
in einer Weise „streng" ausgeführt werden, dass die trainierte
Körperpartie oder Muskelgruppe gänzlich still und unbewegt bleibt und
sich nur die einzelne Muskelfaser bewegen darf, die es anzuspannen gilt. Benachbarten
oder assistierenden Muskeln ist selbst das kleinste Zucken verboten, aus Angst,
ihre Aktivierung würde dem „Zielmuskel" einen Teil seiner Kraft
rauben, damit Energie vergeuden und die gesamte Wiederholung ineffektiv machen.
Das jedenfalls scheinen die Top-Profis zu behaupten, aber ist es auch das, was
sie meinen? Und wenn ja, wie sind sie dann bloß so riesig geworden? Etwa
indem sie sich jeden der 330 quergestreiften Muskeln im Körper einzeln vorgeknöpft
haben? Wenn ja, hätte das nach Adam Riese ungefähr 2000 Jahre gedauert.
Wenn nicht, ist ihre Masse die Ausbeute vieler Jahre, in denen sie mit explosiven
Verbundübungen trainiert haben. Aber wenn das der Fall ist, woher haben
sie dann ihre hinreißende Muskelteilung?
Wo liegt das Geheimnis? Explosiv oder nicht? Power oder streng? Abfälschen
oder Isolation? Welche Art von Wiederholung? Wie? Wann? Wo?
Mit dem Wunsch, das Wollknäuel an Widersprüchen zu entwirren, haben
wir neun Olympia-Wettkämpfer um Hilfe gebeten. Wir bekamen mehr als das:
Sie erzählten uns im Detail, wie sie ihre „strengen" Wh ausführen,
um einzelne Muskeln zu entwickeln und gleichzeitig ihre Gesamtmasse zu steigern.
Geht nicht? Geht doch. Diese Bodybuilder sind der lebende Beweis.
EXPLOSIV
RONNIE CILEMAN
Ich trainiere keine Körperpartie mit ultrastrengen Bewegungen für einzelne
Muskeln. Leichte Gewichte nehmen und einen bestimmten Muskel einfach nur anspannen?
So was mache ich nie. Ich versuche, bei jeder Wiederholung explosive Power und
strenge Ausführung miteinander zu koppeln. Egal, wie schwer ich meine Gewichte
wähle – mir geht es darum, die volle Kapazität des Zielmuskels
auszuschöpfen, indem ich ihn mit so viel Gewicht wie möglich direkt
konfrontiere.
Woran ich mich in Bezug auf meine Kniebeugen mit über 360 Kilo erinnere,
ist, dass ich unbedingt tief genug nach unten gehen und das Gewicht sozusagen
direkt in meine Oberschenkel schicken wollte. Das überprüfe ich auch
in meinem Video – ob ich tief genug in die Hocke gehe. Ich bin nämlich
der Ansicht, dass jede Wiederholung richtig ausgeführt werden sollte. So
habe ich es gelernt – so weit nach unten zu gehen, dass sich meine Oberschenkel
tiefer als parallel zum Boden befinden, Beinbizeps und Waden einander berühren,
und dann so viel Power und Kraft, wie ich nur mobilisieren kann, in die Aufwärtsbewegung
zu legen.
Ich machte nur zwei Wh, aber die waren richtig gut und ich habe sie intensiv
in meinen Oberschenkeln gespürt. Um so zu trainieren, muss man mehr als
einen Muskel kontrahieren. Alle Muskeln des Oberschenkels müssen im Team
arbeiten, ebenso andere Muskeln des Körpers, die das Gleichgewicht koordinieren.
Das Gleiche gilt für die Bizeps. Will man die Bizeps zum Wachsen bringen,
müssen Deltas, Unterarme und sogar die Bauchmuskeln angespannt werden und
an der explosiven Wiederholung mitwirken.
KONTROLLE
JAY CUTLER
Bei vielen Profis, die eine bestimmte Körperpartie trainieren, verhält
sich der restliche Körper nicht komplett still. Wenn sie ein schweres Gewicht
auf der Hantel haben, ist es so gut wie unmöglich, nicht auch andere Muskeln
einzubeziehen. Ich mache das auch, arbeite allerdings meistens nach dem Ruhe-Pause-Prinzip.
Ich spanne meine Muskeln so hart wie möglich an, absolviere aber wie eine
Maschine kontinuierliche Wiederholungen mit konstanter Geschwindigkeit. Insofern
unterscheidet sich mein Training von der Art, wie Ronnie trainiert, nämlich
hoch, tief, hoch, tief, selbes Tempo, ohne Pause, 10 Wiederholungen. Meine Kniebeugen
sehen so aus: Ich gehe in die Hocke, komme hoch und spanne meine Quadrizeps ein
bis zwei Sekunden an, gehe wieder runter, komme hoch und spanne wieder ein bis
zwei Sekunden an usw.
Bei Bankdrücken lege ich ungefähr nach jeder dritten Wiederholung eine
kurze Pause am oberen Bewegungsende ein und senke die Langhantel kontrolliert
ab, so dass sie etwa 5 cm vor meiner Brust zum Stillstand kommt. Mit anderen
Worten: Ich lasse sie nicht von meiner Brust abfedern. Das verstehe ich unter
einer strengen Wh.
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Für Langhantelrudern verwende ich über 180 kg, muss also gut auf meine
Knie aufpassen, wenn ich mir nichts kaputt machen will. Trotzdem schleife ich
das Gewicht nicht an meinem Körper vorbei nach oben und schleudere es auch
nicht wild durch die Gegend. Wenn man so viel Gewicht auf der Hantel hat, müssen
sich der Körper und die Hüften aus Gründen des Gleichgewichts
in gewissem Grad mitbewegen.
Bei Scottcurls ist mein Körper fixiert, das heißt, ich arbeite ohne
Körpereinsatz. Anders bei stehenden Langhantelcurls: Da bewege ich meinen
Körper etwas mit, um das Gleichgewicht zu bewahren und die Belastung auf
die Bizeps zu konzentrieren. Trotzdem trainiere ich kontrolliert, bei manchen
Wiederholungen pausiere ich kurz am unteren Bewegungsende, um das Gewicht intensiv
zu spüren und wegen der Kopf-zu-Muskel-Verbindung. Auch bei Curls mit 30-Kilo-Kurzhanteln
ist es ganz schön schwierig, absolut still und aufrecht zu stehen. Die Kontraktion
einer einzelnen Muskelfaser allein bewegt noch kein Gewicht. Der Rest des Körpers
ist ständig mit Stabilisierungsaufgaben beschäftigt, weil die vielen
Gewichtsveränderungen das so verlangen. So sieht Physik in der realen Trainingswelt
aus.
Selbst bei Klimmzügen muss ich eventuell andere Muskeln einschalten, um
das Gewicht meines Körpers ganz nach oben zu ziehen und eine Spitzenkontraktion
in meinem Rücken zu erzielen. Wenn man 136 kg wiegt, funktioniert das nicht
anders.
ABF'A'LSCHEN
DARREN CHARLES
Bei vielen Profis, die eine bestimmte Körperpartie trainieren, verhält
sich der restliche Körper nicht komplett still. Wenn sie ein schweres Gewicht
auf der Hantel haben, ist es so gut wie unmöglich, nicht auch andere Muskeln
einzubeziehen. Ich mache das auch, arbeite allerdings meistens nach dem Ruhe-Pause-Prinzip.
Ich spanne meine Muskeln so hart wie möglich an, absolviere aber wie eine
Maschine kontinuierliche Wiederholungen mit konstanter Geschwindigkeit. Insofern
unterscheidet sich mein Training von der Art, wie Ronnie trainiert, nämlich
hoch, tief, hoch, tief, selbes Tempo, ohne Pause, 10 Wiederholungen. Meine Kniebeugen
sehen so aus: Ich gehe in die Hocke, komme hoch und spanne meine Quadrizeps ein
bis zwei Sekunden an, gehe wieder runter, komme hoch und spanne wieder ein bis
zwei Sekunden an usw.
Bei Bankdrücken lege ich ungefähr nach jeder dritten Wiederholung eine
kurze Pause am oberen Bewegungsende ein und senke die Langhantel kontrolliert
ab, so dass sie etwa 5 cm vor meiner Brust zum Stillstand kommt. Mit anderen
Worten: Ich lasse sie nicht von meiner Brust abfedern. Das verstehe ich unter
einer strengen Wh.
Für Langhantelrudern verwende ich über 180 kg, muss also gut auf meine
Knie aufpassen, wenn ich mir nichts kaputt machen will. Trotzdem schleife ich
das Gewicht nicht an meinem Körper vorbei nach oben und schleudere es auch
nicht wild durch die Gegend. Wenn man so viel Gewicht auf der Hantel hat, müssen
sich der Körper und die Hüften aus Gründen des Gleichgewichts
in gewissem Grad mitbewegen.
Bei Scottcurls ist mein Körper fixiert, das heißt, ich arbeite ohne
Körpereinsatz. Anders bei stehenden Langhantelcurls: Da bewege ich meinen
Körper etwas mit, um das Gleichgewicht zu bewahren und die Belastung auf
die Bizeps zu konzentrieren. Trotzdem trainiere ich kontrolliert, bei manchen
Wiederholungen pausiere ich kurz am unteren Bewegungsende, um das Gewicht intensiv
zu spüren und wegen der Kopf-zu-Muskel-Verbindung. Auch bei Curls mit 30-Kilo-Kurzhanteln
ist es ganz schön schwierig, absolut still und aufrecht zu stehen. Die Kontraktion
einer einzelnen Muskelfaser allein bewegt noch kein Gewicht. Der Rest des Körpers
ist ständig mit Stabilisierungsaufgaben beschäftigt, weil die vielen
Gewichtsveränderungen das so verlangen. So sieht Physik in der realen Trainingswelt
aus.
Selbst bei Klimmzügen muss ich eventuell andere Muskeln einschalten, um
das Gewicht meines Körpers ganz nach oben zu ziehen und eine Spitzenkontraktion
in meinem Rücken zu erzielen. Wenn man 136 kg wiegt, funktioniert das nicht
anders.
DRUCK
CHRIS CORMIER
Ich verwende eine Kombination aus Power und Strenge. Nehmen wir Armcurls als
Beispiel: Ich tue mein Bestes, meinen Körper nicht wie ein Pendel nach vorn
und hinten zu schwenken, nutze ihn aber als Werkzeug, um meine Bizeps möglichst
intensiv zu trainieren. Das A und O ist die Konzentration. Ich denke weniger
daran, eine bestimmte Wiederholungsanzahl zu schaffen, als dass ich spüren
will, wie der Muskel durch seinen gesamten Radius beansprucht wird. Statt ihre
Arme unten ganz auszustrecken, senken die meisten Bodybuilder sie nur so weit
ab, dass sie L-förmig angewinkelt sind, bevor sie sie mit Schwung wieder
anheben.
Korrekt wäre es, die Arme ganz nach unten abzusenken und dann über
die gesamte Strecke zurück in die Startposition bewusst zu kontrahieren.
Das ist der vollständige Bewegungsradius und das ist streng. Aber wenn die
Bewegung effektiv sein soll, müssen Sie auch am Gleichgewicht Ihres Körpers
feilen, um einen vollen Radius zu erzielen, selbst wenn Sie Ihren Oberkörper
dazu ein wenig vorlehnen müssen. Bei den Beinen ist es genauso: Die Sekundärmuskeln
müssen ins Spiel gebracht werden, um die Oberschenkel maximal zu belasten.
Man kann nicht maximal effektiv an der Beinpresse trainieren, ohne die Beinbizeps
zu beteiligen. Es ist sogar unmöglich, Beinpressen unter Ausschluss der
Beinbizeps auszuführen.
INTENSIT'A'T
VICTOR MARTINEZ
Ich verwende strenge Wiederholungen, die ich trotzdem intensiv gestalte. Mir
schaut man nicht zu und wundert sich: Trainiert er seine Trizeps oder seine Ellbogen?
Nein, ich trainiere eindeutig meine Trizeps. Bei meinem Überkopfdrücken
fragt man nicht: Trainiert er seine Schultern oder seine Achseln? Nein, ich trainiere
meine Schultern. Klar steckt da viel Power drin, aber ausschließlich in
Bezug auf den Zielmuskel. Andere Muskeln benutze ich überhaupt nicht. Nichts
ist schlampig, aber es ist auch nicht langsam. High-impact ist das richtige Wort.
POWER
GÜNTER SCHLIERKAMP
Mein Training gleicht einem Rundumschlag, indem ich Power in meine strengen
Wiederholungen
lege, die Stelle mit dem größten Widerstand explosiv überwinde,
statt durch kontinuierliches Anspannen des Muskels. Ein Beispiel ist mein Bankdrücken
in der Multipresse, das ich als Power-Drücken bezeichne. Ich halte die Langhantel
etwa 15 cm über meiner Brust und bringe meine Arme von hieraus zur vollen
Streckung. Von diesem partiellen Drücken mache ich fünf oder sechs
Versagenswiederholungen. Damit erreiche ich eine isolierte, strenge, kontinuierliche
Spannung in meinen oberen Brustmuskeln, und zwar mit einem schwereren Gewicht,
als ich bei normalem Bankdrücken
verwenden könnte.
Darüber hinaus umfasst mein Programm zwei verschiedene Trainingseinheiten.
Einmal arbeite ich mit sehr kontrollierten und isolierten Wiederholungen, die
sich an nur einen einzigen Muskel richten, ein anderes Mal mit explosiven Wiederholungen,
die andere Muskeln zur Hilfe holen. Diese beiden Workouts wechsele ich ab, verwende
zwei Wochen lang eine und in den nächsten zwei Wochen die andere Version.
Oder ich wechsele sie in jedem Training ab.
STRENG
TROY ALVES
Ich benutze eine Kombination aus Power und strenger Technik – gemeinsam,
in jeder Wiederholung. Power heißt nicht, dass ich halbe Wiederholungen
mache, meinen Rücken verwende, um die Hantel nach oben zu schwingen, oder
meine Hüften von der Bank löse. Wenn ich streng sage, handelt es sich
um keine Negative. Ich arbeite mit gerade genug Spannung, um über den gesamten
Bewegungsradius noch Power erzeugen zu können. Werden Arme oder Beine in
einer stationären Position stabilisiert, so dass nur noch eine einzige Muskelfaser
kontrahieren darf, kann man nicht genug Gewicht verwenden, um viel Muskelmasse
aufzubauen.
Gleichzeitig muss die Bewegung streng genug erfolgen, damit auch tatsächlich
der trainierte Muskel belastet wird. Für mein Trizepstraining wähle
ich beispielsweise schwere Gewichte, ohne bei der Form zu schlampen. Ich schwinge
Arme und Torso nicht durch die Gegend, womit mein Rücken oder meine Brust
die Hauptarbeit leisten würden. Die Belastung liegt eng begrenzt auf meinen
Trizeps.
Wenn ich Kurzhantel-Seitheben mache, ist meine Ausführung streng und mein
Gewicht schwer; kann sein, dass ich meine Beine ein bisschen einsetze, um unten
etwas Schwung zu erzeugen. Das erlaubt mir, schwere Gewichte zu bewältigen
und die Kurzhanteln nach oben in den Bereich maximaler Power zu bekommen, von
wo aus ich meine Deltas über ihre gesamte Amplitude trainieren kann. Mit
meinem Rücken erzeuge ich keinen Schwung, nur mit den Beinen. Am oberen
Bewegungsende leisten meine Schultern und Arme die gesamte Arbeit.
Beim Kurzhanteldrücken lege ich Wert auf eine kontrollierte Senkphase, die
ich über zwei Sekunden ausdehne, bevor ich die Kurzhanteln explosiv zurück
in die Ausgangsposition anhebe.
Die Spielregeln: eventuell ein bisschen Schwung aus den Beinen zum Einleiten
der Bewegung, aber keine partiellen Wiederholungen. Bringt das Gewicht ganz nach
oben!
SPANNUNG
MELVIN ANTHONY
Ich lege schon Power in meine Wiederholungen, aber am meisten konzentriere ich
mich darauf, den Muskel unter Spannung zu halten. Das gelingt mir mithilfe langsamerer
Wh, deren Geschwindigkeit ich genau kontrolliere. Ich sacke nicht nach unten,
um dann explosiv nach oben zu schießen. Stattdessen gehe ich langsam und
bewusst nach unten, ohne zu federn, erst recht bei Kniebeugen.
Bei Kurzhantelrudern mache ich es genauso. Ich kontrolliere beide Bewegungsphasen,
statt zu erlauben, dass die Gewichte ruckartig und abrupt auf und ab gehen, ihr
Eigenleben entwickeln. Im gesamten Bewegungsverlauf achte ich auf die konstante
Spannung meiner Latissimusmuskeln. Bis zum Versagenspunkt ist meine Form streng,
danach hänge ich ein paar partielle Wiederholungen an. Ein bisschen Abfälschen
sollte sein – das ist die Voraussetzung für einen optimalen Masseaufbau.
Meine regulären Wiederholungen erfolgen dagegen nach folgendem Muster: Die
Senkphase ist viel langsamer als die Drückphase. Ich arbeite explosiv, aber
ohne zu federn. Ich nutze die Senkphase, um Spannung im Muskel aufzubauen. Statt
am unteren Bewegungsende zu entspannen und die Drückbewegung neu zu starten,
halte ich den Muskel konstant unter Spannung. Diese Spannung nutze ich, um das
Gewicht wieder nach oben zu bringen. Dadurch gelingen mir auch bei Verbundübungen
strenge Wh. Außerdem schütze ich so meine Gelenke vor Verletzungen.
SCHWER
JOHNNIE JACKSON
Wer Masse aufbauen will, muss die Belastung über die gesamte Muskelgruppe
verteilen, statt sie auf einen einzigen Muskel innerhalb der Gruppe zu bündeln.
Man muss die Gewichte so schwer wählen, dass man sie durch Kontraktion eines
Muskels allein nicht vom Fleck bringt. Je mehr Muskeln sich einschalten, umso
mehr Masse baut man auf. 230-Kilo-Kniebeugen macht man anders als 60-Kilo-Kniebeugen,
und 45-Kilo-Kurzhanteln können nicht so streng gecurlt werden wie 20 Kilo.
Jedes Gewicht stellt andere Anforderungen an Stabilisierung und Gleichgewicht.
DA HABEN SIE'S: die Aussagen von neun Olympia-Wettkämpfern, was sie
unter einer „perfekten Wh" verstehen. Schlussfolgerung? So unterschiedlich,
wie es zunächst aussehen mag, sind ihre Trainingsstile nicht. Im Gegenteil:
Sie alle finden einen Weg, Power und Präzision miteinander zu verknüpfen.
Es handelt sich lediglich um Variationen zu ein und demselben Thema. Klar ist
das auch der Grund, warum sie Top-Profis sind, und könnte der Schlüssel
für Sie sein, sich ebenfalls an die Spitze emporzuarbeiten. Experimentieren
Sie, um herauszufinden, welcher Trainingsstil für Sie persönlich die
besten Resultate bringt. FLEX
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