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2006 ARNOLD CLASSIC
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DIE GROSSE SACHE: DEXTER MAL ZWEI
Dexter Jackson holt sich mit durchweg ersten Plätzen, die etwas großzügig
erschienen, seinen zweiten Arnold Classic-Sieg in Folge. Den Durchbruch des Abends
hatte Branch Warren, der ebenfalls den Most Muscular-Pokal gewann. Dritter wurde
Victor Martinez, während der Favorit der Vorentscheidung (mit Jackson),
Gustavo Badell, auf dem vierten Platz landete – eine Ankündigung,
die Buhrufe nach sich zog.
In Wahrheit war keiner der Top Vier – mit Ausnahme von Warren – in
seiner Bestform und einige, die es waren – z.B. Darrem Charles und Toney
Freeman – können vielleicht unzufrieden mit ihren Platzierungen sein.
Die Auszeichnung Best Poser ging an Melvin Anthony.
Ergebnisse der Arnold Classic 2006
1 Dexter Jackson
2 Branch Warren
3 Victor Martinez
4 Gustavo Badell
5 Melvin Anthony
6 Lee Priest
7 Mustafa Mohammad
8 Darrem Charles
9 Toney Freeman
10 Troy Alves
11 David Henry
12 Ahmad Haidar
13 Johnnie Jackson
14 Kris Dim
15 Chris Cook
Bericht zur Vorentscheidung
Die Arnold Classic 2006 kristallisiert sich in den letzten Jahren als eines
der am schwersten einzuschätzenden Events heraus. Häufig geben die Kampfrichter
mit einem letzten Zwei-Mann-Vergleich einen Hinweis darauf, wo es hingeht. Diesmal
drehten sich die letzten Vergleiche um die hinteren Platzierungen, aber es scheint
klar, dass die Top Vier (zunächst in alphabetischer Reihenfolge) aus Gustavo
Badell, Dexter Jackson, Victor Martinez und Branch Warren bestehen wird. Hut
ab vor dem IFBB Kampfgericht, das dieses „Wer wird es sein?“-Szenario
erzeugt und all die Vergleich so gemischt hat, dass jeder Wettkämpfer
mit fast jedem anderen posen muss.
Zu Beginn der Vorentscheidung sah Gustavo etwas schlechter als bei seinem dritten
Platz bei der Olympia 2005 aus und schien etwas damit kämpfen zu müssen,
seine Mittelpartie zu kontrollieren. Der Titelverteidiger Jackson sah nach einem
Jahr Wettkampfpause…nun ja, wie Dexter Jackson aus; was ein verdammtes
Paket ist, aber um die Mittelpartie herum stimmte es nicht. Martinez muss die
Nase voll davon haben, es zu hören, aber er war nicht in der siegreichen
Form wie bei der Night of Champions 2003 oder der Show of Strength 2004. Massiver,
ja, mit hängenden Lats etc., aber nicht so definiert wie schon gesehen.
Branch Warren erweckte zu Anfang Aufmerksamkeit mit seiner monströsen Masse
und großartigen Form. Seine Symmetrie verbessert sich schnell und mit
ein bisschen mehr Arbeit an einigen seiner Posen wird er noch herausragender
sein.
Wie zu Anfang gesagt, es war eine schwere Entscheidung. Dexter verschlechterte
sich im Verlauf der Vorentscheidung; möglicherweise eine Konsequenz seines
Zusammenbruchs hinter der Bühne nach der ersten Runde und seine Bitte um
Sauerstoff. In die entgegen gesetzte Richtung ging Badell (wie er es bei früheren
Wettkämpfen gemacht hatte), denn er schien härter und trockener zu
werden. Und das ist vielleicht sein Trumpf.
Aber vielleicht ist Warren der Joker. Von der Top Vier ist er der Einzige,
der realistisch behaupten könnte, seine Bestform auf die Bühne gebracht
zu haben. Vielleicht, nur vielleicht, wird sich das groß für ihn
auszahlen.
Andere Gedanken: Darrem Charles verdiente eine Chance, in die zuvor erwähnte
Top Vier zu kommen; David Henry war nicht so definiert wie bei der Ironman und
zahlte den Preis; Lee Priest konnte nicht an seinen Ironman-Sieg anknüpfen,
da er Wettkämpfern zur Seite stand, die einfach vollständiger waren;
Troy Alves ließ viel Gewicht, um seine Beinbizeps und Gesäßmuskeln
herauszuarbeiten, wurde dennoch nicht als gut genug betrachtet; Melvin Anthony
war schwerer und vielleicht so definiert wie immer, aber er konnte die Superhärte
der Top Vier nicht besiegen; Toney Freeman – ich betrachte seinen Körper
und denke, ‚Was stimmte nur nicht, dass er keine besseren Vergleiche bekam?’ Chris
Cook muss immer noch Dichte und Details in Brust und Rücken aufbauen; Ahmad
Haidar ging insgesamt verloren; Mustafa Mohammad war definierter als bei der
Ironman, wo er Sechster wurde, aber muss hier vielleicht kämpfen, um in
die Top Acht zu kommen; Kris Dim schien etwas flacher als bei seinem Ironman-Auftritt
und kann viel besser sein; Johnnie Jackson war nicht in Bestform und schien so
für eine schlechtere Platzierung bestimmt zu sein.
Von Team FLEX
Arnold Classic 2006 Teilnehmerliste
1 Chris Cook
2 Ahmad Haidar
3 Branch Warren
4 Mustafa Mohammad
5 Melvin Anthony
6 Dexter Jackson
7 Kris Dim
8 Toney Freeman
9 Troy Alves
10 Darrem Charles
11 David Henry
12 Lee Priest
13 Victor Martinez
14 Gustavo Badell
15 Johnnie Jackson
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