
Nach der Jubiläumsmeisterschaft im Vorjahr erlebten die begeisterten Zuschauer wieder eine eindrucksvolle Meisterschaft und damit den Bodybuilding-Höhepunkt im Frühjahr. Als Premiere präsentierte sich erstmals bei einer Deutsche Meisterschaft die neue Bikiniklasse und diese entwickelte sich auf Anhieb zum Publikumsliebling. Dabei beeindruckten die Aktiven in fast allen Klassen wieder mit hervorragenden Leistungen und wie in jedem Jahr stachen einige Athleten besonderes hervor. Beim Stechen um den Männer-Gesamtsieg gab es eigentlich nur eine Frage: Würde die Masse von Super-Schwergewichtler Marco Schmidt ausreichen, um den eindeutigen Sieger der Männerklasse 4 – Peter Baers – zu bezwingen? Alle anderen Klassensieger konnten gegen diese beiden trotz bester Vorbereitung nichts ausrichten. Am Ende setzte sich dann aber doch die ausgeglichene Gesamterscheinung, die bessere Harmonie und Form von Peter Baers mit 6:3 Kampfrichterstimmen durch und Peter durfte überglücklich den Gesamtsiegerpokal in Empfang nehmen. Er ordnet sich damit nahtlos in die Reihe der außer-gewöhnlichen Gesamtsieger ein.
MÄNNER 4 (BIS 100 KG)
Bei dem immer sehr hohem Leistungsstandard in dieser Klasse und den vielen dominanten Siegern galt es für die Teilnehmer, diese Erwartungen bestmöglich zu erfüllen. Dabei stach hier ein Athlet besonders hervor – Peter Baers aus Dortmund. Der Sieger vieler internationaler Meisterschaften zeigte nun erstmals seine optimale Wettkampfform auf einer „Deutschen“. In jeder Bewertungsrunde war er dominant, wobei seine hervorragende Symmetrie, verbunden mit eindrucksvollen Proportionen und einer überragenden Form, den Ausschlag für diesen Erfolg gab. Dabei waren mit Marek Szostak aus Radefeld und Marco Kirsebauer aus Dortmund ebenfalls großartige Athleten am Start. Doch beide vermochten nicht in den Kampf um Platz 1 einzugreifen. Während Marek eine ausgezeichnete Muskulosität aufwies, überzeugte Marco Kirsebauer mit einer Super-Symmetrie, die durch eine schmale Taille und ausladende Schultern noch unterstützt wurde. Doch im direkten Vergleich wurden seine noch leichten Defizite in der Lat- und Wadenentwicklung deutlich – daher Platz 3.
Der Deutsche Meister von 2008, David Walli aus Gudensberg, fiel wie immer durch seine enorme Schulterbreite auf, doch verfehlte er deutlich eine mögliche Bestform. Nur durch seine Wettkampfroutine behauptete er sich mit nur einem Punkt Vorsprung Platz 4 vor Marco Detlef aus Kiel. Mit einigen Verbesserungen im Brust- und Wadenbereich wird Marco künftig ein schwer zu schlagender Gegner werden. Peter Jallitsch aus Herzogenaurach als 6. weist bis auf eine Brustmuskelschwäche kaum Mängel auf, doch seine Posingkür ist noch verbesserungswürdig.
Männer 4 - Ergebnisse
- Peter Baers - Dortmund - 15
- Marek Szostak - Radefeld - 38
- Marco Kirsebauer - Dortmund - 49
- David Walli - Gudensberg - 66
- Marco Detlef - Kiel - 67
- Peter Jallitsch - Herzogenaurach - 79
- Boris Karsten - Berlin - 43*
- Eric Gärzner - Ludwigsburg - 64*
*ohne Final-Platzziffer
MÄNNER 1 (BIS 70 KG)
Mit seinem Sieg startete Boris Göbel aus Wert-heim nach 18 Jahren Wettkampfpause ein sensationelles Comeback. 1990 errang er den Internationalen Deutschen Meistertitel bis 70 kg und 1992 wurde er in Ostrava Europameister bis 65 kg. Dank seiner ausgezeichneten Proportionen und guten Form verwies Boris alle Konkurrenten auf die Plätze, besonders bei den Armposen war Boris mit Abstand der Beste. Nur Marco Wulle aus Reutlingen konnte durch seine ausgezeichnete Muskelqualität und Präsentation mithalten. Johannes Ott aus Augsburg, der durch eine sehr gute Definition und gute Präsentation überzeugte, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz und behauptete nun ganz klar Platz 3, wobei ihm zur absoluten Spitze noch 1-2 kg fehlen. Vadim Zlotnik aus Kelsterbach beeindruckte mit seinem gut entwickelten Oberkörper, wobei die Oberschenkel und besonders die Waden noch Nachholbedarf aufzeigen. Knapp auf Platz 5 mit einer ausgeglichenen Körperentwicklung ließ Michael Ulmer aus Weilheim allerdings keine wirkliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren erkennen. Daniel Novotny aus Moers als 6. hat als einziges Manko nur seinen relativ engen Schultergürtel. Dabei sieht er durch seine gute Bauch- und Beinentwicklung in einigen Posen sehr gut aus, seine Präsentation ist allerdings noch verbesserungsfähig.
Männer 1 - Ergebnisse
- Boris Göbel - Wertheim - 21
- Marco Wulle - Reutlingen - 26
- Johannes Ott - Augsburg - 41
- Vadim Zlotnik - Kelsterbach - 62
- Michael Ulmer - Weilheim - 79
- Daniel Novotny - Moers - 81
MÄNNER 2 (BIS 80 KG)
Zwei gleichwertige Gegner, aber mit unterschiedlichen Stärken, kämpften um den Sieg in dieser traditionsreichen Klasse. Tekin Bülent aus Ludwigsburg ging aus diesem Zweikampf als Sieger hervor. Beachtliche Härte, kreative Muskelkontrolle, sowie effektive Präsentation war der Schlüssel zu seinem Erfolg. Nur Florian Zankl aus Mainz konnte mit Tekin mithalten. Äußerst muskulös, mit einem ästhetischen Körperbau und ausgezeichneter Proportion, war er in einigen Posen zumindest gleichwertig oder sogar besser. Doch seine Präsentation ist noch steigerungsfähig. Hier war ihm Tekin überlegen. Einen gewaltigen Sprung nach vorne machte Impraim Emin aus Giessen. Bei der Int. Deutschen Meisterschaft 2009 noch auf dem 7. Platz, rückte er jetzt auf Platz 3 vor. Sein enorm entwickelter Oberkörper mit passenden Oberschenkeln hatte nur eine Schwäche im Bauchbereich, daher konnte Jehdiah Bassey aus Berlin knapp zu ihm aufschließen. Zusammen mit Arthur Dabek aus Dortmund, der als Deutscher Meister 2008 im Classic-Bodybuilding jetzt in die Männerklasse 2 gewechselt ist, war Jehdiah der härteste Athlet in dieser Klasse.
Arthur fehlen aber noch einige Kilos, um auch in dieser Klasse ganz nach vorne zu kommen. Ein stark verbesserter Günther Prechtl aus Schwarzenfeld erreichte als 6. das Finale, hatte aber noch keine Chance auf eine bessere Platzierung.
Männer 2 - Ergebnisse
- Tekin Bülent - Ludwigsburg - 28
- Florian Zankl - Mainz - 33
- Impraim Emin - Giessen - 50
- Jehdiah Bassey - Berlin - 54
- Arthur Dabek - Dortmund - 59
- Günther Prechtl - Schwarzenfeld - 86
- Jens Chmel - Mainz - 36*
- Rafael Hamryszak - Oberhausen - 38*
*ohne Finalplatzziffer
MÄNNER 3 (BIS 90 KG)
Das Leichtschwergewicht hat in Deutschland schon viele großartige Athleten hervorgebracht, die auch international bei Welt- und Europameisterschaften Deutschland hervorragend vertraten. Die Messlatte war auch durch den überragenden Vorjahressieger Ersin Oguz hoch angesetzt.
Der Kleinste war heute der Beste. So kann man kurz den Sieger Benjamin Prinz aus Münster beschreiben, der kompakt mit eindrucksvoller Arm- und Beinentwicklung den Klassensieg errang. Allerdings ließ er tiefe Einschnitte und gute Muskelseparation vermissen, doch durch seine Vorteile bezüglich Muskelmasse und Präsentation erarbeitete er sich einen Punktevorsprung und damit den Sieg.
Sandro Pfeifer aus Gudensberg als Zweiter dagegen verkörpert mehr den eleganten, athletischen Körpertyp mit bemerkenswerter Muskulosität. Er wirkte in einigen Vergleichs-posen eindrucksvoll und ästhetisch, auch sein Posing war gut auf seinen Körpertyp abgestimmt. Ähnlich muskulös, aber letztlich in einigen Pflichtposen unterlegen, war Spiros Memos aus Reutlingen, der den eigentlich mehr favorisierten Sven Knebel aus Ludwigsburg deutlich auf Platz 4 verweisen konnte. Sven war zwar in einigen Posen wirklich stark, doch letztlich konnte er nicht in den Kampf um die TOP 3 eingreifen. Auch Christian Körpert aus Bünde wies bis auf kleine Schwächen im Brustbereich gute Definition und gute Proportionen auf, doch heute war mehr als Platz 5 nicht möglich. Knapp hinter Christian wurde diesmal Richard Leitner platziert, der klar seine mögliche Bestform verpasste, aber Dank seines klassischen Körperbaues noch das Finale erreichte.
Männer 3 - Ergebnisse
- Benjamin Prinz - Münster - 25
- Sandro Pfeifer - Gudensberg - 35
- Spiros Memos - Reutlingen - 39
- Sven Knebel - Ludwigsburg - 60
- Christian Körpert - Bünde - 80
- Richard Leitner - Augsburg - 84
- Marc Fischer - Kiel - 73*
- Florian Hampe - Hanau - 79*
- Christian Busta - Weilheim - 88*
*ohne Finalplatzziffer
MÄNNER 5 (ÜBER 100KG)
Mit 10 Startern die am stärksten besetzte Männerklasse versprach einen spannenden Wettkampf. Die gegenüber dem Vorjahr erneute Steigerung von Marco Schmidt aus Chemnitz war die Überraschung des Tages, obwohl im Vorfeld bei verschiedenen Wettkämpfen seine enormen Verbesserungen bereits deutlich wurden. Mit 121 kg der schwerste Teilnehmer, bestach er durch eine eindrucksvolle Kombination aus Masse und Proportion. Bei den Vergleichsposen wurde dieser Eindruck noch durch seine kompakte Muskulatur und seine beachtliche Muskeldichte bestätigt. Dazu kam eine bemerkens-werte Präsentation. Allerdings hatte er vor allem in Niclas Langer aus Gudensburg einen Gegner, der zwar in Masse unterlegen, in Muskulosität und Härte aber überlegen war. Hoch verdient errang Niclas schließlich den 2. Platz. Dadurch konnte er Markus Hoppe aus Ludwigsburg auf Platz 3 verweisen, obwohl ihm auch Markus mit 114 kg an Masse ebenfalls überlegen war. Markus bot eine schöne Linie und eine gleichmäßige Körperentwicklung, die kaum Schwächen aufwies. Die für einen Sieg erforderliche Härte im Oberkörperbereich ließ er aber vermissen. Auch seine Kür ist noch zu verbessern. Bei diesen mächtigen Athleten genügt schon ein kleiner Vorbereitungsfehler, um die nötige Definition und Transparenz zu verpassen. Zumal sich mit Martin Hainbach aus Giessen ebenfalls ein Athlet mit einer großartigen Form und Muskelqualität präsentierte. Bei Felix Decker verhinderte eine nicht ausreichende Definition eine bessere Platzierung als Platz 5, den er knapp gegen Holger Spreer aus Mainz Dank seiner einfallsreichen Po-singkür verteidigen konnte.
Männer 5 - Ergebnisse
- Marco Schmidt - Chemnitz - 22
- Niclas Langer - Gudensburg - 29
- Markus Hoppe - Ludwigsburg - 37
- Martin Hainbach - Giessen - 61
- Felix Decker - Radefeld - 78
- Holger Spreer - Mainz - 83
- Sam Harris - Berlin - 66*
- Ilja Rückle - Altusried - 83*
- Michael Albert - Kromsdorf - 88*
- Patrik Beyer - Düsseldorf - 96*
*ohne Finalplatzziffer
BIKINI
Bereits beim Wiegen überraschten die 17 attraktiven Frauen alle Anwesenden durch ihre tolle Gesamterscheinung. Da fast alle Teilnehmerinnen erstmals an einem Wettbewerb teilnahmen, wurden die Regeln von Nathalie Falk und Susanne Bock jeder Starterin erklärt und mit allen der Bühnenauftritt kurz geprobt. Nachdem im Vorfeld viele so genannte Experten gegen diese neue Kategorie opponierten und aus unterschiedlichsten Motiven Bedenken vorbrachten, waren Offizielle und Publikum von dem fast professionellen Auftreten aller Teilnehmerinnen überrascht. Diese neue Klasse wurde mit begeistertem Applaus belohnt. Schon bei den ersten Vergleichen kristallisierten sich Katrin Frank und Ramona Valerie Alb, beide aus Schorndorf, als Favoritinnen heraus. Dabei überzeugte die zierliche Katrin mit einer schönen Linie, ausgewogener Symmetrie und sportlichem Auftreten. Ramona punktete mit ihrem femininen Gesamteindruck und mit ihren guten Proportionen. Den Kampf um Platz 3 entschied ganz knapp Aline Zier aus Kiel für sich, die ebenfalls mit einer sehr femininen Ausstrahlung, verbunden mit einer tollen Figur, verdiente Bronzemedaille erhielt. Nur durch einen Punkt getrennt folgten Figen Özdemir aus Schorndorf und Adriana Deimann aus Münster, die beide eine sportliche, ästhetische Figur vorweisen konnten. Lena Tams aus Kiel als Sechste vertrat mit guten Proportionen gekonnt den fraulichen Körpertyp.
Knapp das Finale verpassten Andrea Hertlein aus Erbendorf und Jennifer Schmidt-Rüdt aus Schorndorf, die beide ebenfalls einen glänzenden Eindruck hinterließen.
Bikini-Klasse - Ergebnisse
- Katrin Frank - Schorndorf - 23
- Ramona Valerie Alb - Schorndorf - 24
- Aline Zier - Kiel - 31
- Figen Özdemir - Schorndorf - 36
- Adriana Deimann - Münster - 37
- Lena Tams - Kiel - 56
- Andrea Hertlein - Erbendorf - 35*
- Jennifer Schmidt-Rüdt - Schorndorf - 40*
- Regina Schneider - Schorndorf - 47*
- Petra Redl - Augsburg - 47*
11.Silvia Oberländer- Augsburg
11.Julia Schüßler - Münster
11.Sira Heize - Schorndorf
11.Lena Patrik- Schorndorf
11.Natascha Singer- Schorndorf
11.Linda Schreiter - Radefeld
11.Janina Heek - Münster
*ohne Finalplatzziffer
Ab Platz 11 nach der Vorrunde ausgeschieden.
FRAUEN FITNESS FIGUR
Nachdem Tania Zamberlan im Vorjahr den Titel knapp verpasst hatte, bereitete sie sich in diesem Jahr besonders akribisch vor. Schon nach den ersten Vergleichen zeichnete sich ihr Sieg ab. Mit ihrer hervorragenden Symmetrie, ihren vortrefflichen Proportionen und einer ausgezeichneten Form gewann Tania nun erstmals den Deutschen Meistertitel. Ebenfall gut vorbereitet trat die Münchnerin Matina Theodorou auf, die mit ihrer tollen Figur besonders durch ihre Körpersymmetrie und Proportion bestach. Matina fand in der sympathischen Anita Karch eine gleichwertige Gegnerin. Anita hatte sich in diesem Jahr beachtlich gesteigert und konnte mit Matina gleichziehen, da beide mit Platz 2 und 3 die gleiche Platzziffer aufwiesen. Während sich Tania und Anita gleichzeitig für die Frauen-Europameisterschaft Ende Mai qualifizierten, empfahl sich Matina für die Masters-Europameisterschaft Mitte Juni. Susanne Osswald aus Ludwigshafen, Sabrina Fink und Francis Beck, beide aus Hamburg, lagen alle dicht zusammen. Während Susanne und Sabrina mehr den grazilen, schlanken Körpertyp vertraten und besonders bei den Seitenansichten ihre Stärken zeigen konnten, wies Francis als 6. zwar die insgesamt besseren Proportionen auf, hatte aber noch Härtedefizite in der Beinentwicklung.
Frauen - Fitness Figur - Ergebnisse
- Tania Zamberlan - Augsburg - 16
- Matina Theodorou - Schorndorf - 23
- Anita Karch - Schorndorf - 23
- Susanne Osswald - Ludwigshafen45
- Sabrina Fink - Hamburg - 52
- Francis Beck - Hamburg - 55
- Angelika Zugschwert - Augsburg - 31*
- Yvonne Boss - Langenbrettach - 36
- Nina Leeuwenkamp - Ludwigshafen - 45*
- Melissa Geimer - Hamburg - 48*
*ohne Finalplatzziffer
FRAUEN BODYBUILDING 1
Hier starteten mit Monika Becht und Maria Stigler zwei erfahrene Wettkämpferinnen. Monika als mehrfache Deutsche Meisterin in der Fitness-Leistungsklasse überraschte mit ihrem ersten Auftreten in der Bodybuildingklasse und überzeugte mit ihrer kompakten Figur, guten Form und perfekten Präsentation. Mit ihrer akrobatischen Kür sicherte sie sich Platz 1. Hier hat Maria Stigler aus Neukirchen noch etwas Nachholbedarf, obwohl sie bei bestechender Qualität und schönen Linie beeindruckend gute Muskelproportionen aufweist. Dritte wurde in überzeugender Weise mit sehr guter Muskulosität und Präsentation Susanne Günzel aus Mainz. Liliane Bittmann aus Memmingen, ebenfalls in sehr guter Form, belegte den 4. Platz.
Frauen Bodybuilding 1 - Ergebnisse
- Monika Becht - Heidenrod - 21
- Maria Stigler - Neukirchen - 31
- Susanne Günzel - Mainz - 40
- Liliane Bittmann - Memmingen - 60
FRAUEN BODYBUILDING 2
Nach mehreren Anläufen gelang nun Michaela Schmid aus Schwarzenfeld ein überzeugender Sieg. Mit einer sehr guten Muskelentwicklung, einer ausgezeichneten Definition und einem harmonischen Gesamteindruck gelang es Michaela, ihre Konkurrentinnen Kathrin Dumitru aus Ludwigshafen, die ebenfalls sehr gut in Form war, und die symphatische Jutta Vosgerau aus Kiel eindeutig auf Platz 2 und 3 zu verweisen.
Frauen Bodybuilding 2 - Ergebnisse
- Schmid Michaela - Schwarzenfeld - 15
- Kathrin Dumitru - Ludwigshafen - 30
- Jutta Vosgerau - Kiel - 45
CLASSIC BODYBUILDING
Die Kategorie Classic-Bodybuilding bringt fast jedes Jahr immer neue, bessere Athleten hervor. Auch in diesem Jahr waren fast alle Teilnehmer in fantastischer Form. Dabei stachen zwei Athleten besonderes hervor: Alsan Ada aus Hamburg und Dr. Michael Aprin aus Weiden. Am Ende ging der knappe Sieg an Aslan Ada. Er zeigte die ausgeglichenste Körperentwicklung in dieser Klasse und die beste Posingkür. Dr. Michael Aprin gefiel vor allem durch seine außerordentliche Muskelqualität. Besonders seine Rückenposen und der „Tannenbaum“ im unteren Rücken beein-druckten Kampfrichter und Zuschauer.
Doch in punkto Präsentation war ihm Aslan überlegen. Der Vize-Titel war dennoch nach fast 18 Jahren Wettkampfpause ein beeindruckender Erfolg. Platz drei ging an Stephan Geiwagner aus München, der in einigen Posen großartig aussah. Er punktete mit seinen breiten Schultern, guter Arm- und Beinent-wicklung und erstklassiger Muskelqualität. Knapp dahinter mit nur einem Punkt Abstand lag der Berliner Christian Rätz, der ebenso wie Karsten Hummel aus Mainz als Fünfter durch extreme Härte überzeugte. Doch bei den Frontposen entdeckte man bei Christian leichte Schwächen im Brust- und bei Karsten im Bauchbereich. Thomas Rublik aus Gelsenkirchen als Sechster präsentierte einen gewaltigen Oberkörper mit noch nicht ganz angepasster Bein- und Wadenentwicklung und konnte trotz erstklassiger Form nicht ganz die Muskelqualität der vor ihm Platzier-ten erreichen.
Classic Bodybuilding - Ergebnisse
- Aslan Ada - Hamburg - 21
- Dr. Michael Aprin - Weiden - 25
- Stephan Geiwagner - München - 51
- Christian Rätz - Berlin - 52
- Karsten Hummel - Mainz - 79
- Thomas Rublik - Gelsenkirchen - 81
- Andreas Tack - Darmstadt - 58*
- Stefan Günzel - Main - 80*
- Soheyl Maafi - Hagen - 81*
- Robert Metzger - Ludwigshafen - 97*
*ohne Finalplatzziffer
JUNIOREN 1 (BIS 75 KG)
Im Junioren Leichtgewicht standen 5 Athleten auf der Bühne – und einer dominierte von Anfang an diese Klasse – Martin Wöllner aus Weida. Nach einigen Anläufen schon als Jugendlicher hat er es nun geschafft – er ist Deutscher Meister. Bereits im Line-up ließ er durch eindrucksvolle Proportionen und einer ausgezeichneten Muskulosität seinen Konkurrenten keine Chance, dabei zeigten die durchwegs sehr gute Leistungen. Um den Vize-Titel kämpften Kevin La Grutta aus Schorndorf und Jonas Meissner aus Giessen. Während Kevin bereits 2008 Platz zwei und 2009 Platz fünf belegte, startete Jonas erstmal auf einer Deutschen Meisterschaft. Kevin überzeugte mit guter Symmetrie, ausgewogener Körperentwicklung und sicherem Auftreten, schob sich damit knapp vor Jonas Meissner. Mit leichten Nachteilen im Oberkörper, dafür mit ungewöhnlich guter Beinentwicklung, hatte Jonas bei einigen Posen Vorteile, doch konnte er letztlich den erfahrenen Kevin nicht vom 2. Platz verdrängen. Obwohl Angelo Qafoku im Oberkörperbereich mit den beiden noch mithalten konnte, verhinderte seine noch nicht angepasste Beinentwicklung eine bessere Plat-zierung. Daniel Bueltmann aus Giessen als Fünfter hat ebenfalls in der Beinentwicklung noch Nachholbedarf.
Junioren 1 - Ergebnisse
- Martin Wöllner - Weida - 15
- Kevin La Grutta - Schorndorf - 33
- Jonas Meissner - Giessen - 36
- Angelo Qafoku - Augsburg - 55
- Daniel Bueltemann - Giessen - 74
JUNIOREN 2 (ÜBER 75 KG)
Mit Tim Budesheim aus Gudensberg stand der Favorit der Juniorenklasse 2 bereits nach dem Line-up fest. Ein harmonischer Körperbau ohne Schwachstellen, volle runde Muskeln, ein mächtiger Oberkörper mit breiten Schultern und einer exzellenten Muskelqualität ließen zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel an einem Sieg aufkommen. Somit blieb den Konkurrenten nur der Kampf um die Plätze. Frederic Höfer aus Oberhausen gewann Dank seiner ausgezeichneten Bein-entwicklung und guten Muskelqualität trotz Schwächen in der Brustmuskulatur den Vizetitel, da alle anderen Starter außer Daniel König aus Hanau, der verdient Platz drei erhielt, ebenfalls hier mehr oder weniger deutlichen Nachholbedarf anzeigten. Während Benedikt Hülsbusch aus Dortmund in Masse und Proportion und durch seine breiten Schultern mit der Spitzengruppe noch mithalten konnte, musste sich Timo Oertl aus Münster auch aufgrund seiner schwächeren Definition mit Platz fünf begnügen.
Junioren 2 - Ergebnisse
- Tim Budesheim - Gudensberg - 15
- Frederic Höfer - Oberhausen - 37
- Daniel König - Hanau - 46
- Benedikt Hülsbusch - Dortmund - 51
- Timo Oertl - Münster - 75
JUNIOREN-GESAMTSIEG
Martin Wöllner und Tim Budesheim bestritten als Klassensieger das Finalstechen um den Gesamtsieg. „Goliath“ Tim lies dem kleineren „David“ Martin durch seine überlegen Muskelmasse und mit einer mindestens gleichwertigen Muskulosität keine Chance und gewann eindeutig mit 9:0 Kampfrichterstimmen. Überglücklich nahm Tim den Pokal und die Glückwünsche von Erich Janner und dem amtierenden Junioren-Weltmeister Roman Fritz entgegen.
PAARE
Bereits im Line-up und den Vergleichsposen konnten die Vorjahressieger Michaela Schmid und Günther Prechtl aus Schwarzenfeld ihre Vorteile in Präsentation und Harmonie geltend machen. Das Paar Susanne und Stefan Günzel aus Mainz war in manchen Vergleichsposen und in der Posingkür fast gleichwertig, doch insgesamt war der Sieg von Michaela und Günther nicht gefährdet. Somit blieb für das Paar Jutta und Thorsten Vosgerau aus Kiel Platz drei. Dem Paar war deutlich der Wettkampfspass anzusehen – eine Werbung für den Sport und Vorbildfunktion für manche Athleten.
Paare - Ergebnisse
- Michaela Schmidt, Günther Prechtl - Schwarzenfeld - 20
- Susanne und Stefan Günzel - Mainz - 25
- Jutta und Thorsten Vosgerau - Kiel - 45
GASTSTARS + DEUTSCHE HALL OF FAME
Die Body Star-Trophäe mit der Aufnahme in die Deutsche Hall of Fame (www.ifbb.de) erhielten zwei der erfolgreichsten Frauen-Amateur-Bodybuilderinnen aller Zeiten: Renate Holland und Cornelia Junker sowie der erste Mr.Germany 1960, Reinhard Smolana. Reinhard weilte noch in Florida und daher übernahm sein ehemaliger Schüler und Weggefährte Helmut Riedmeier aus der Hand von Erich Janner diese Trophäe.
Angi Derzapf, die ja als Juniorin in der Fitness-Leistungsklasse eine Bronzemedaille bei der Junioren-WM 2003 gewann, begeisterte mit einer gelungenen Posingkür. Riesenjubel auch für Junioren-Weltmeister Roman Fritz, Welt- und Europameisterin Simone Linay und Master-Euromeister Werner Zenk, die jeweils eine speziell einstudierte Posingshow boten. FLEX
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